Man könnte meinen, 30 Prozent Umsatzwachstum, ein EPS-Beat von 16 Cent und eine angehobene Jahresprognose wären das Rezept für einen schönen Kurssprung. Vertiv lieferte all das, und die Aktie fiel vorbörslich trotzdem um rund 5 Prozent. Willkommen im Jahr 2026, wo gute Zahlen manchmal einfach nicht reichen.
Das Quartal selbst war stark
2,65 Milliarden Dollar Umsatz im ersten Quartal, ein Plus von 614 Millionen Dollar oder 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das organische Wachstum lag bei 23 Prozent, Akquisitionen steuerten weitere 4 Prozent bei, Währungseffekte noch einmal 3 Prozent. Besonders die Americas-Region legte mit 44 Prozent organischem Wachstum ordentlich zu, getrieben von der anhaltend starken Nachfrage nach Rechenzentrumsinfrastruktur.
Die bereinigte operative Marge kletterte auf 20,8 Prozent, ein Anstieg von 430 Basispunkten gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Cashflow war ebenfalls kräftig: Der operative Cashflow stieg um 153 Prozent auf 767 Millionen Dollar, der bereinigte freie Cashflow um 147 Prozent auf 653 Millionen Dollar. Die Nettoverschuldung liegt bei annähernd dem 0,2-fachen des Gewinns, also praktisch null.
Prognose angehoben, Konsens übertroffen
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Vertiv nun ein bereinigtes EPS von 6,30 bis 6,40 Dollar. Der Konsens lag zuvor bei 6,16 Dollar. Beim Umsatz peilt das Unternehmen 13,5 bis 14,0 Milliarden Dollar an, organisches Wachstum von 29 bis 31 Prozent gegenüber 2025. Das ist kein kleines Update, das ist eine Ansage.
CEO Giordano Albertazzi sprach davon, dass sich die Anforderungen an Rechenzentrumsinfrastruktur erheblich weiterentwickeln und Kunden zunehmend auf optimiertes Design, Deploymentgeschwindigkeit und Betriebseffizienz setzen. Executive Chairman Dave Cote formulierte es so: „Wenn Kunden vor ihren schwierigsten Infrastrukturproblemen stehen, entscheiden sie sich für uns, nicht nur wegen unserer Technologie, sondern weil wir im großen Maßstab liefern können.“
Vertiv Holdings Co Aktie Chart
Und dennoch: minus 5 Prozent
Warum fällt die Aktie trotzdem? Details nannte der Markt nicht. Möglicherweise hatten einige Investoren nach dem starken Lauf der letzten Monate schlicht noch mehr erwartet. Vielleicht sind die Zollthemen im Hinterkopf geblieben, auch wenn Vertiv sie im Quartal offenbar gut gemanagt hat. Oder es waren einfach Gewinnmitnahmen nach einem guten Jahr.
Ein Non-GAAP EPS von 1,17 Dollar, das den Konsens um 0,16 Dollar schlägt, eine Marge von 20,8 Prozent und ein Jahresausblick, der den Konsens überbietet. Minus 5 Prozent. Der Markt ist manchmal ein undankbarer Zeitgenosse.
Vertiv Holdings Co-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vertiv Holdings Co-Analyse vom 22. April liefert die Antwort:
Die neusten Vertiv Holdings Co-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vertiv Holdings Co-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Vertiv Holdings Co: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
