Vertiv setzt voll auf die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Mit der neuen „SmartRun“-Technologie simuliert das Unternehmen Rechenzentren digital, bevor der erste Stein gelegt wird. Die Kooperation mit NVIDIA unterstreicht den Führungsanspruch im boomenden Markt für Kühlung und Stromversorgung.
Digitale Zwillinge für KI-Fabriken
Die neue Lösung basiert auf dem NVIDIA Omniverse DSX Blueprint. Damit lassen sich Strom- und Kühlsysteme virtuell validieren. Dies beschleunigt den Aufbau massiv.
Parallel dazu baut Vertiv seine Präsenz in der Golfregion aus. Ein Rahmenvertrag mit Partnern wie Edge-Serve zielt auf Hyperscale-Projekte in Saudi-Arabien und den Emiraten ab. Das Ziel: KI-bereite Rechenzentren für den gesamten Nahen Osten.
Finanzziele und Marktposition
Der Vorstand setzt sich ehrgeizige Ziele. Er peilt für 2026 einen Nettoumsatz zwischen 13,5 und 14 Milliarden US-Dollar an.
Aktionäre erhalten ferner am 25. Juni 2026 eine Quartalsdividende von 0,0625 US-Dollar je Aktie. Das Management bestätigt damit seinen Kurs.
Die Aktie notiert aktuell bei 265,60 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von 1,72 Prozent. Trotz einer Korrektur im letzten Monat liegt der Zuwachs seit Jahresbeginn bei beeindruckenden 77 Prozent.
Der Sektor stand zuletzt wegen Zinssorgen unter Druck. Vertiv profitiert indes von seiner Rolle als unverzichtbarer Ausrüster. Institutionelle Investoren halten fast 90 Prozent der Anteile.
Mit einem Abstand von rund 18 Prozent zum Rekordhoch bei 324,20 Euro bleibt die Bewertung ambitioniert. Die Skalierung der digitalen Zwillinge entscheidet nun darüber, wie effizient Vertiv den weltweiten Hunger nach Rechenkapazität bedienen kann.
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