Vertiv Aktie: Infineon sichert Chips für drei Jahre

Symbolbild, KI-generiert

Der Kursrückgang folgt dem Ausverkauf bei Rechenzentrumsaktien; Vertiv meldete zudem einen dreijährigen Halbleiter-Liefervertrag mit Infineon.

Auf einen Blick:
  • Vertiv-Aktie verliert heute 14 Prozent
  • Demokraten kontrollieren beide Kongresskammern
  • Dreijährige Liefervereinbarung mit Infineon angekündigt
  • Übernahme der UtilityInnovation Group abgeschlossen

Vertiv verliert heute 14% im Sog eines breiten Ausverkaufs bei Aktien rund um Rechenzentren. Laut Reuters schüren die Gewinne der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen Sorgen vor einer strengeren Kontrolle der KI-Entwicklung und möglichen Verzögerungen beim Rechenzentrumsausbau. Die Partei gewann die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses.

Reuters beschreibt damit eine sektorweite Belastung und keine neue negative Unternehmensmeldung von Vertiv. Bernstein hatte die politischen Risiken für den Rechenzentrumsbau am Montag als übertrieben eingeschätzt. Das Analysehaus bestätigte seine Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von 376 $.

Liefervereinbarung mit Infineon

Vertiv kündigte heute eine strategische Liefervereinbarung mit Infineon Technologies mit einer Laufzeit von drei Jahren an. Sie umfasst Silizium- und Siliziumkarbid-Leistungshalbleiter für das Stromversorgungsportfolio von Vertiv.

Dazu gehören Komponenten für die nächste Generation von Systemen mit 800 Volt Gleichspannung. Nach Angaben der Unternehmen soll die Vereinbarung die Kontinuität und Planbarkeit der Versorgung stärken.

Höhere Prognose und abgeschlossene Übernahme

Am 28. Oktober hob Vertiv seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 an. Das Unternehmen erwartet beim Umsatz einen Mittelwert von 14.650 Millionen $. Für den bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie liegt der neue Prognosemittelwert bei 7,15 $.

Im dritten Quartal 2026 erzielte Vertiv einen Umsatz von 4.313 Millionen $. Das entsprach einem Wachstum von 61% gegenüber dem Vorjahr.

Der bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie stieg um 78% auf 2,21 $. Der organische Auftragseingang legte um mehr als 100% zu.

Bereits am 27. Oktober hatte die vollständig zu Vertiv gehörende Vertiv Corporation die Übernahme der UtilityInnovation Group abgeschlossen. Die anfängliche Barzahlung betrug rund 1,45 Milliarden $. Hinzu können bis zu 1,15 Milliarden $ an bedingten Barzahlungen kommen, die an EBITDA-Ziele geknüpft sind.

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