Die Aktie von Vermilion Energy hat in den vergangenen sechs Monaten eine bemerkenswerte Entwicklung gezeigt. Der Kurs des kanadischen Öl- und Gasproduzenten legte um 54 Prozent zu, nachdem das Papier über Jahre hinweg hinter vielen Wettbewerbern zurückgeblieben war. Die jüngste Rallye dürfte auf mehrere Faktoren zurückzuführen sein: eine zuvor stark gedrückte Bewertung, gestiegene Energiepreise und die höhere finanzielle Hebelwirkung des Unternehmens.
Produktion steigt durch Übernahme deutlich
Im vierten Quartal 2025 erreichte Vermilion eine Tagesproduktion von 121.308 Barrel Öläquivalent, was einem Anstieg von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Der Zuwachs geht hauptsächlich auf die Übernahme von Westbrick Energy Anfang 2025 zurück. Die internationale Produktion blieb mit rund 30.000 Barrel pro Tag weitgehend stabil. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einer konstanten Förderung zwischen 118.000 und 122.000 Barrel täglich, wobei 70 Prozent aus Erdgas stammen sollen.
Der operative Cashflow aus den nordamerikanischen Vermögenswerten verbesserte sich im Quartalsvergleich um 33 Prozent auf 13 kanadische Dollar je Barrel. Die internationalen Aktivitäten in Irland, Deutschland, den Niederlanden und Kroatien generierten weiterhin hohe Margen von 48 kanadischen Dollar je Barrel. Die Gesamtreserven stiegen nach der Westbrick-Übernahme deutlich: Die nachgewiesenen entwickelten Reserven kletterten um 25 Prozent auf 210 Millionen Barrel, die wahrscheinlichen Reserven um 36 Prozent auf 592 Millionen Barrel.
Vermilion Energy Inc. Aktie Chart
Bewertung bleibt trotz Kursanstieg attraktiv
Trotz der jüngsten Kurserholung erscheint die Bewertung von Vermilion weiterhin günstig. Das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA liegt bei 3,55 und damit deutlich unter dem Sektordurchschnittswert (7,12). Die Dividendenrendite beträgt aktuell 4 Prozent. Allerdings bleibt die Verschuldung mit dem 1,3-fachen des operativen Cashflows etwas höher als bei vielen Wettbewerbern. Das Unternehmen meldete zudem eine nicht zahlungswirksame Wertminderung von 572 Millionen kanadischen Dollar auf Vermögenswerte in Australien, Frankreich und Irland.
Die höhere Verschuldung birgt Risiken bei schwächeren Energiepreisen, könnte aber auch zum Vorteil werden, falls das aktuelle Preisniveau anhält. Vermilion hat seine Absicherungsgeschäfte für 2026 und 2027 ausgebaut, was gegen Preisschwankungen schützen dürfte. Anleger sollten beobachten, wie sich die Kombination aus diversifiziertem Portfolio und erhöhter Erdgasausrichtung in einem volatilen Marktumfeld entwickelt.
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