Verizon verliert seinen Platz im Dow Jones Industrial Average. Der blaue Chip wird zum 29. Juni 2026 aus dem Index gestrichen. Für den Telekomkonzern endet damit eine über 20-jährige Dow-Karriere.
Das teilte S&P Dow Jones Indices am Dienstag mit. Der Schritt ist Teil einer Neuzusammensetzung des Index.
Alphabet kommt, Verizon geht
An Verizons Stelle rückt Alphabet in den Dow. Der Google-Mutterkonzern soll dem traditionsreichen Index mehr Gewicht in Wachstumsbranchen geben. Die Rede ist von Werbung, Cloud-Computing, künstlicher Intelligenz und Gesundheitstechnologie.
Das Problem für Verizon: Der Aktienkurs des Telekomkonzerns ist im Vergleich zu anderen Dow-Mitgliedern niedrig. Weil der Dow ein kursgewichteter Index ist, fiel Verizons Gewichtung auf rund 0,5 Prozent. Alphabet notiert deutlich höher und wird nun als fünftes Mitglied aus dem „Magnificent Seven“-Kreis in den Index einziehen.
Parallel zur Index-Entscheidung treibt Verizon den eigenen Umbau voran. Der Konzern kämpft mit Kundenabwanderung. Neue Treueprogramme wie der „Simplicity“-Tarif und das „Verizon One“-Bündel für Mobilfunk und Internet sollen gegensteuern. Auch Gebühren für Geräte-Upgrades fallen weg.
Gleichzeitig setzt Verizon auf KI – zur Netzoptimierung und Effizienzsteigerung. Flankiert wird das durch eine milliardenschwere Rückkaufaktion von Schuldtiteln, um die Bilanz zu entlasten.
Der Aktienkurs notiert am Mittwoch bei 41,02 Euro – ein Minus von 0,16 Prozent. Über die vergangenen zwölf Monate steht ein Plus von 11,68 Prozent. Seit Jahresbeginn legte die Aktie sogar 18,68 Prozent zu. Allerdings liegt der Kurs noch rund neun Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 45,06 Euro aus dem März.
Am 29. Juni wird der Dow dann den Divisor anpassen – ein rein technischer Vorgang, der die Index-Kontinuität sichert. Zeitgleich verschieben sich auch in den Russell- und Nasdaq-Indizes Gewichte. Das könnte institutionelle Gelder weiter in die Tech- und Kommunikationssektoren lenken.
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