Verisk Analytics Aktie: Neuer Katastrophen-Rekord

Symbolbild, KI-generiert

Verisk kalkuliert weltweit mit 171 Milliarden Dollar versicherten Katastrophenschäden jährlich. Gewitter und Waldbrände prägen das Risiko.

Auf einen Blick:
  • Modellwert steigt um 19 Milliarden Dollar
  • Schwere Gewitter führen beim Modellrisiko
  • USA tragen 117 Milliarden Dollar
  • Nur 38 Prozent der Schäden versichert

Verisk hat seinen jährlichen Modellbericht zu globalen Katastrophenschäden veröffentlicht — und die Zahl darin markiert einen neuen Höchststand. Die Versicherungsbranche sollte demnach im Schnitt mit 171 Milliarden Dollar an versicherten Katastrophenschäden pro Jahr rechnen. Das sind 19 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahreswert, der höchste je von Verisk ausgewiesene Wert.

Bemerkenswert daran: Der Anstieg kommt in einem Jahr ohne einzige US-Hurrikan-Landung — zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt. Verisk-Manager Rob Newbold warnt davor, ruhige Hurrikansaisons als Entwarnung zu lesen. Stattdessen könnten sinkende Prämien und lockerere Zeichnungsstandards genau dann entstehen, wenn Disziplin am wichtigsten wäre.

Stürme statt Großkatastrophen treiben die Schäden

Zum sechsten Mal in Folge überschritten die globalen versicherten Katastrophenschäden die Marke von 100 Milliarden Dollar. Verantwortlich dafür sind nicht Erdbeben oder Hurrikane, sondern Waldbrände und schwere Gewittersysteme mit Hagel, Sturmböen und Tornados. Schwere Gewitter allein stehen für 40 Prozent des globalen Modellrisikos — vor tropischen Wirbelstürmen mit 27 Prozent und Erdbeben mit 10 Prozent.

Die USA bleiben mit 117 Milliarden Dollar der Löwenanteil des globalen Risikos, das entspricht 68 Prozent der Gesamtsumme. In einem Extremszenario mit 100-jähriger Wiederkehrperiode könnten die Schäden laut Modell sogar auf 477 Milliarden Dollar steigen.

Hinter dem Anstieg stehen strukturelle Trends, die unabhängig vom Wetter wirken: Die versicherten Werte wachsen seit 2021 um rund 7 Prozent jährlich, während die Wiederaufbaukosten in den USA im gleichen Zeitraum um etwa 5 Prozent pro Jahr steigen — schneller als die allgemeine Inflation. Hinzu kommt, dass immer mehr Bebauung in gefährdete Zonen vordringt, etwa in Überschwemmungsgebiete in England.

Die Lücke zwischen Schaden und Versicherung bleibt groß

Der Bericht legt zudem eine strukturelle Schwäche offen: Weltweit sind nur rund 38 Prozent der wirtschaftlichen Katastrophenschäden überhaupt versichert. In Europa liegt die Quote mit 22 Prozent noch deutlich niedriger — von 110 Milliarden Dollar erwarteten jährlichen Wirtschaftsschäden sind nur etwa 24 Milliarden Dollar abgesichert.

Als Beispiel nennt Verisk das Erdbeben in Myanmar im März 2025, bei dem Versicherer von rund 12 Milliarden Dollar Wirtschaftsschaden weniger als 100 Millionen Dollar deckten.

Für Verisk selbst ist der Bericht auch ein Geschäftsargument: Je komplexer und dynamischer das Risikobild wird, desto mehr Bedarf entsteht bei Versicherern für die eigenen Modellierungs- und Datenprodukte des Unternehmens. Die Ausweitung der Modellabdeckung auf mehr als 120 Länder und Regionen positioniert Verisk als zentralen Anbieter für eine Branche, die zunehmend mit strukturell steigenden Risiken kalkulieren muss.

Verisk Analytics-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Verisk Analytics-Analyse vom 01. September liefert die Antwort:

Die neusten Verisk Analytics-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Verisk Analytics-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Verisk Analytics: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)