Verbio bekommt Rückenwind von zwei Seiten. Die Politik hat die THG-Quote neu geordnet, zugleich zeigen die jüngsten Zahlen eine spürbare operative Erholung. Für die Aktie ist das ein seltener Mix aus besserem Umfeld und besserer eigener Leistung.
Am Freitag legte das Papier um 1,57 Prozent auf 37,54 Euro zu. Auf Wochensicht bleibt die Aktie aber mit minus 5,25 Prozent noch hinter ihrem Zwischenhoch zurück. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt ist mit 1,54 Prozent gering, der RSI liegt bei 28 und signalisiert einen bereits stark ausgereizten Kursverlauf.
Neue THG-Regeln stützen das Bild
Der wichtigste Treiber bleibt die Regulierung. Der Bundesrat hat die neue THG-Quotenregelung bestätigt. Die Quote steigt von derzeit 12 Prozent auf 17,5 Prozent im Jahr 2027 und soll bis 2040 schrittweise auf 65 Prozent klettern.
Für Verbio ist vor allem relevant, was wegfällt. Die bisherige Doppelanrechnung für fortschrittliche Biokraftstoffe entfällt. Dazu kommen strengere Vor-Ort-Kontrollen ab 2027, um Betrug bei Importen einzudämmen. Das stärkt Anbieter, die tatsächlich Emissionen senken und ihre Produktion in Europa oder den USA aufbauen.
Operativ deutlich besser unterwegs
Auch im Tagesgeschäft läuft es spürbar besser als noch vor einem Jahr. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/2026 stieg das EBITDA auf 105,7 Millionen Euro, nach 22,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das ist eine klare Verbesserung.
Die Produktion zog ebenfalls an. Biodiesel und Bioethanol kamen auf rund 888.691 Tonnen, Biomethan auf 1.040 GWh. Getragen wurde das von einer starken Nachfrage und dem lebhafteren THG-Quotenmarkt. Das ergibt ein deutlich stabileres Bild als im Vorjahr.
USA bleiben der zweite Hebel
Parallel dazu baut Verbio die Präsenz in Nordamerika aus. Der Hochlauf der Anlage in Nevada trägt bereits zum Produktionswachstum bei. Damit wird der Konzern ein Stück unabhängiger von den Preisschwankungen in Europa.
Für das Gesamtjahr 2025/2026 hat das Management die Prognose auf das obere Ende der Spanne von 100 bis 140 Millionen Euro EBITDA konkretisiert. Ein positiver freier Cashflow nach neun Monaten passt dazu und verschafft Spielraum für weitere Investitionen.
Am Markt dürften nun vor allem die weitere Entwicklung der THG-Quoten und die Inbetriebnahme zusätzlicher Kapazitäten in den USA im Blick bleiben. Der nächste umfassende Konzern-Jahresfinanzbericht ist für September angekündigt. Bis dahin bleibt die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt wegen der Quiet Period eingeschränkt.
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