Der Cybersecurity-Spezialist Varonis wird gerade von einem massiven Kursrutsch regelrecht überrollt. Die Aktie steht zum aktuellen Zeitpunkt mit über 47% im Minus, nachdem das Unternehmen zwar solides Wachstum im Cloud-Bereich meldete, aber überraschend schwache Zahlen im klassischen Lizenzgeschäft präsentierte. Der radikale Strategiewechsel zu einem reinen SaaS-Modell verunsichert Investoren, ungeachtet aller langfristigen Visionen.
SaaS wächst – alte Lizenzen bremsen
Varonis hat seinen Geschäftswechsel hin zum Cloud-Modell schneller abgeschlossen als geplant. Bereits 76% der wiederkehrenden Umsätze (ARR) stammen aus SaaS-Verträgen, zwei Jahre früher als ursprünglich vorgesehen. Doch während das Cloud-Geschäft floriert, bricht der alte Umsatzbringer weg: Die Erlöse aus befristeten Lizenzen fielen drastisch von 68,8 auf 24,8 Millionen Dollar.
Vorstandsboss Yakov Faitelson sprach offen von „zwei Welten“ im Unternehmen: einem dynamischen SaaS-Bereich und einem schrumpfenden On-Premise-Geschäft, das zunehmend zur Belastung wird. Varonis kündigte an, die selbstgehosteten Lösungen bis Ende 2026 einzustellen und das Team im US-Bundesgeschäft zu verkleinern.
Varonis Systems, Inc. Aktie Chart
Ein Sparprogramm soll es richten
Als Reaktion auf die schwächeren Quartalszahlen plant Varonis, die Belegschaft um 5 Prozent zu verkleinern, um Ressourcen gezielter einzusetzen. CFO Guy Melamed betonte, dass die Bilanz trotz des Umbruchs solide bleibe. Immerhin verfügt das Unternehmen mehr als 1 Milliarde Dollar an liquiden Mitteln und kann auf einen stabilen Cashflow verweisen. Gleichzeitig kündigte der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm über 150 Millionen Dollar an. Der Schritt soll wohl dazu dienen, neues Vertrauen bei den Investoren zu schaffen.
Für das Gesamtjahr erwartet Varonis nun Umsätze zwischen 615 und 621 Millionen Dollar und einen Gewinn je Aktie von 0,12 bis 0,13 Dollar – beides unter den Analystenschätzungen.
Neuer Kurs: Cloud, KI und Microsoft
Trotz kurzfristiger Rückschläge setzt Varonis strategisch alles auf Cloud-Sicherheit. Das Unternehmen wird mit der Einführung der KI-gestützten „Varonis Interceptor“ und dem Next-Gen Database Activity Monitoring (DAM) Datendiebstähle künftig proaktiv verhindern.
Die verstärkte Zusammenarbeit mit Microsoft zeigt ebenfalls, dass Varonis seine Zukunft im Cloud-Ökosystem sieht. Langfristig gesehen, verspricht der Fokus auf Software-as-a-Service stabilere Einnahmen – aber die Übergangsphase ist alles andere als einfach.
Varonis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Varonis-Analyse vom 27. März liefert die Antwort:
Die neusten Varonis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Varonis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
