Vanguard FTSE All-World: Rekordvolumen von 65 Milliarden Dollar

Der Vanguard FTSE All-World ETF profitiert von der Erholung internationaler Märkte. Das Fondsvolumen erreicht 66 Milliarden Dollar.

Auf einen Blick:
  • Internationale Aktien holen auf
  • Fondsvermögen bei 66 Milliarden
  • Schwellenländer mit Gewinnwachstum
  • Kostenquote von 0,19 Prozent

Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (ISIN: IE00BK5BQT80) profitiert von einer Trendwende an den globalen Aktienmärkten. Internationale und Schwellenländer-Titel holen gegenüber US-Aktien auf — ein Szenario, das dem breit gestreuten Fonds direkt in die Karten spielt.

Der ETF notiert aktuell bei 162,56 Euro und liegt damit nur 0,26 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 11,36 Prozent zu Buche, über zwölf Monate sind es 25,57 Prozent.

65 Milliarden Dollar Fondsvolumen

Das verwaltete Vermögen des Fonds erreichte Ende April 2026 rund 65,96 Milliarden US-Dollar. Die thesaurierende USD-Anteilsklasse allein verwaltet 41,76 Milliarden Dollar. Damit ist der Vanguard-Fonds der größte ETF auf den FTSE All-World Index.

Dividenden werden nicht ausgeschüttet, sondern am Ex-Tag reinvestiert. Das treibt den Kurs und vermeidet Steuerereignisse für Anleger in der Ansparphase.

Rund 3.800 Titel aus 45 Ländern

Der FTSE All-World Index umfasst etwa 4.200 Large- und Mid-Cap-Aktien aus entwickelten Märkten und Schwellenländern. Er deckt rund 90 bis 95 Prozent der investierbaren globalen Marktkapitalisierung ab.

Vanguard setzt auf physisch optimierte Replikation. Der Fonds hielt Ende Dezember 2025 rund 3.794 Aktien — durchschnittlich 85 Prozent der Indexkonstituenten. Statt jede Position exakt zu gewichten, bildet Vanguard das Risiko- und Renditeprofil des Index mit einer repräsentativen Auswahl ab. Das reduziert Transaktionskosten, besonders bei illiquiden Schwellenländer-Titeln.

Die USA machen etwa zwei Drittel des Indexwertes aus. Japan folgt mit rund fünf Prozent, Großbritannien und China mit jeweils drei Prozent. Sektoral dominiert Informationstechnologie mit 25 Prozent, Finanzdienstleistungen steuern 15 Prozent bei.

Nicht-US-Märkte mit 15 Prozentpunkten Vorsprung

Internationale Aktienmärkte übertrafen US-Titel 2025 um mehr als 15 Prozentpunkte — die größte Marge seit der Finanzkrise 2008. Dollar-Schwäche, aufholende Bewertungen und eine veränderte Marktführerschaft trieben die Entwicklung.

Die 20 größten Nicht-US-Unternehmen nach Marktkapitalisierung schlugen die Magnificent Seven moderat. Das deutet darauf hin, dass neben Währungseffekten auch fundamentale Faktoren die Aktienführerschaft 2026 prägen.

Schwellenländer mit 21 Prozent EPS-Wachstum

Konsensschätzungen gehen für 2026 von einem Gewinnwachstum je Aktie von 21 Prozent bei Schwellenländern aus. Die USA kommen auf 15 Prozent, entwickelte Märkte auf 13 Prozent.

Schwellenländer starteten mit soliden makroökonomischen Fundamentaldaten ins Jahr. US-Handelspolitik, geopolitische Spannungen und eine ungleichmäßige industrielle Erholung bleiben Risikofaktoren. Die Bewertungen sind dennoch attraktiv: Schwellenländeraktien werden für 2026 mit einem Forward-KGV von 14 gehandelt — historisch günstig und von Investoren untergewichtet.

Kostenquote von 0,19 Prozent

Die Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0,19 Prozent pro Jahr. Diese Kosten werden kontinuierlich aus dem Fondsvermögen entnommen und sind bereits in der Performance enthalten.

Der ETF ist in Euro, Pfund, US-Dollar und Schweizer Franken notiert. Er wird an der NYSE Euronext Amsterdam, London Stock Exchange, Deutschen Börse, Borsa Italiana und SIX Swiss Exchange gehandelt.

Sechs ETFs bilden den FTSE All-World Index ab. Die Kostenquoten liegen zwischen 0,12 und 0,19 Prozent. Beim Fondsvolumen führt Vanguard deutlich.

Irische Domizilierung mit steuerlichen Vorteilen

Der Fonds ist in Irland zugelassen und wird von der Central Bank of Ireland reguliert. Die irische Domizilierung bietet europäischen Anlegern Vorteile bei Quellensteuerverträgen.

Vanguard balanciert Tracking Error und Transaktionskosten durch alternative Handelsstrategien. Das sichert eine enge Ausrichtung an der Benchmark bei effizienter Ausführung.

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