VanEck Semiconductor ETF: 19 Prozent unter Juni-Hoch

Der VanEck Semiconductor ETF fällt auf 89,55 Euro und liegt 19 Prozent unter dem Rekordhoch. Trotz Korrektur verzeichnet der Fonds weiterhin hohe Zuflüsse.

Auf einen Blick:
  • ETF fällt um 1,2 Prozent
  • 19 Prozent unter Allzeithoch
  • Nvidia und Micron führen Portfolio
  • Fondsvermögen bei 8,6 Milliarden Dollar

Der Chip-Sektor verliert massiv an Schwung. Investoren bewerten die Aussichten für Künstliche Intelligenz derzeit deutlich vorsichtiger. Am Freitag rutschte der VanEck Semiconductor ETF deshalb auf 89,55 Euro ab, was einem Rückgang von 1,2 Prozent entspricht.

Die Branche konsolidiert nach den rasanten Gewinnen der vergangenen Monate. Mittlerweile liegt der Kurs rund 19 Prozent unter seinem Allzeithoch vom Juni. Investoren prüfen derzeit genauer, ob sich die hohen Ausgaben für neue Infrastruktur zeitnah in Gewinnen niederschlagen.

Kapitalzuflüsse trotz Kursrücksetzer

Trotz der jüngsten Volatilität bleibt das Interesse an Halbleitern groß. Das verwaltete Vermögen des ETFs liegt aktuell bei rund 8,6 Milliarden US-Dollar. Viele Anleger nutzen die Korrektur offenbar zum Einstieg oder halten an ihren Positionen fest.

Dazu kommt eine starke Bilanz seit Januar. Mit einem Plus von 68 Prozent gehört der Fonds weiterhin zu den Top-Performern des laufenden Jahres. Der ETF setzt auf physische Replikation und verwaltet 25 verschiedene Aktienpositionen. Mit jährlichen Kosten von 0,35 Prozent zählt er zu den günstigsten Angeboten für dieses Anlagethema.

Nvidia und Micron dominieren das Portfolio

Eine Obergrenze von zehn Prozent pro Aktie soll eigentlich Klumpenrisiken im Portfolio vermeiden. Durch die starke Kursentwicklung einzelner Titel verschieben sich diese Gewichte jedoch zwischen den Anpassungsterminen regelmäßig. Aktuell führt Nvidia das Portfolio mit einer Gewichtung von 11,07 Prozent an.

Micron Technology folgt dicht dahinter mit einem Anteil von 10,71 Prozent. Zusammen mit Schwergewichten wie AMD und TSMC bestimmen die Top-Ten-Werte das Schicksal des Fonds. Diese zehn Unternehmen machen insgesamt 83 Prozent des gesamten Vermögens aus.

Technisch befindet sich der ETF derzeit in einer schwierigen Phase. Der Kurs notiert rund acht Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 97,05 Euro. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 42,8 eine neutrale Lage ohne akute Überverkauft-Situation.

Die Marktteilnehmer blicken nun auf die kommenden Investitionspläne der großen Technologiekonzerne. Deren Ausgaben für Rechenzentren entscheiden darüber, wie lange der aktuelle Nachfragezyklus bei den Herstellern anhält. Bleibt der Schwung aus, drohen dem Sektor weitere Rücksetzer bis zum Jahresende.

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