VanEck Seltene Erden ETF: USAR verliert 29 Prozent

Der VanEck Rare Earth ETF fällt im Monatsverlauf um 24 Prozent, zeigt aber technische Erholungssignale. Führungswechsel bei USA Rare Earth verstärken die Unsicherheit.

Auf einen Blick:
  • Monatsverlust von 24 Prozent
  • RSI signalisiert überverkaufte Lage
  • CEO-Wechsel bei USA Rare Earth
  • Jahresbilanz trotzdem negativ

Der VanEck Rare Earth and Strategic Metals UCITS ETF steckt in einer Zerreißprobe zwischen technischer Erholungschance und fundamentalem Ausverkauf. Der Fonds schloss am Freitag bei 11,40 Euro, ein Tagesplus von 1,10 Prozent. Auf Monatssicht steht dennoch ein Verlust von 24,42 Prozent zu Buche – ein Einbruch, der die gesamte Branche der Seltenen Erden und strategischen Metalle erfasst hat.

Der 14-Tage-RSI liegt bei 27,0. Das gilt als klares Signal für eine überverkaufte Marktlage. Damit stellt sich die Frage, ob die jüngste Gegenbewegung der Auftakt zu einer Erholung ist oder nur eine kurze Verschnaufpause in einem anhaltenden Abwärtstrend.

Die großen Positionen brechen gemeinsam ein

Der Kursrutsch des ETFs ist kein Einzelphänomen. Er spiegelt eine breite Korrektur bei den wichtigsten Portfoliobestandteilen wider.

MP Materials verlor im vergangenen Monat 21 Prozent und notiert nun bei rund 43 Dollar, über zwölf Monate summiert sich das Minus auf 33 Prozent. USAR fiel binnen eines Monats um 29 Prozent auf 14 Dollar. Energy Fuels gab im gleichen Zeitraum 19 Prozent ab.

Auch der Konkurrenzfonds Sprott Rare Earths Ex-China ETF blieb nicht verschont. Der Nettoinventarwert des auf Nicht-China-Werte fokussierten Fonds brach in einem jüngsten einmonatigen Zeitraum deutlich ein, weil die zugrundeliegenden Aktien gemeinsam absackten.

Führungswechsel sorgt für zusätzliche Nervosität

Parallel zum Kursrutsch vollzieht sich bei USA Rare Earth ein Wechsel an der Spitze. Barbara Humpton tritt als CEO zurück. Ab dem 1. Oktober 2026 übernimmt Thras Moraitis das Amt, Michael Blitzer wird zum Executive Chairman ernannt.

Personalwechsel an der Spitze zentraler Sektorwerte verstärken kurzfristig die Unsicherheit. Das zeigt sich auch in den Kursbewegungen der ETF-Bestandteile.

Zwölf Monate im Plus, das Jahr im Minus

Trotz des jüngsten Rückschlags bleibt der Fonds über zwölf Monate mit 36,91 Prozent deutlich im Plus. Die Jahresbilanz seit Januar fällt dagegen mit minus 9,15 Prozent negativ aus.

Diese Diskrepanz zeigt, wie stark der Themenfonds von geopolitischen Nachrichten abhängt. Exportkontrollen, US-Regierungsprogramme und Einzeltitel-Meldungen der großen Minen- und Verarbeitungsunternehmen treiben die Kursentwicklung – nicht ein stabiler Branchentrend.

Die kurzfristige Kursfindung dürfte weiterhin von Nachrichten zu Exportregularien und Unternehmensmeldungen der Schwergewichte abhängen. Ob sich aus dem überverkauften RSI-Niveau eine technische Gegenbewegung entwickelt, wird sich an den kommenden Handelstagen zeigen – insbesondere an der Kursreaktion der zentralen Indexwerte aus Australien, den USA und China.

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