VanEck Seltene Erden ETF: MP Materials steigt 5,5 Prozent

Rüstungsauftrag und chinesische Gewinnsprünge treiben den VanEck Seltene Erden ETF auf ein Jahresplus von 39 Prozent.

Auf einen Blick:
  • MP Materials liefert Gadolinium für Verteidigung
  • Chinesische Produzenten melden massive Gewinnsteigerungen
  • NdPr-Preise bleiben trotz Marktschwäche stabil
  • ETF legt im Jahresverlauf um 39 Prozent zu

Seltene Erden zeigen derzeit zwei Gesichter. Während westliche Förderer wie MP Materials auf strategische Rüstungsdeals setzen, melden chinesische Branchengrößen massive Gewinnsprünge. Diese unterschiedliche Dynamik stützte den VanEck Seltene Erden ETF zum Ende der Handelswoche.

MP Materials punktet bei der Rüstung

Ein wichtiger Impuls kam von MP Materials. Das US-Unternehmen sicherte sich einen langfristigen Liefervertrag für Gadolinium mit einem Kunden aus der Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie. Das seltene Element gilt als kritisch für Hochleistungsanwendungen und die nationale Sicherheit.

Passend dazu verdoppelte der Konzern seinen Quartalsumsatz nahezu auf rund 108,5 Millionen Dollar. Der Absatz von Neodym-Praseodym (NdPr) stieg im gleichen Zeitraum ebenfalls um das Zweifache. Die Aktie von MP Materials reagierte am Freitag mit einem Plus von 5,5 Prozent.

Gewinnboom in China

In China zeichnet sich eine deutliche Erholung ab. Der Produzent Shenghe Resources rechnet für das erste Halbjahr mit einem Gewinnplus von bis zu 147 Prozent. Das Nettoergebnis dürfte demnach rund 930 Millionen Yuan erreichen. Grund dafür ist eine anziehende Nachfrage im heimischen Markt.

Huahong Technology stellt sogar ein Wachstum von über 300 Prozent in Aussicht. Als Treiber gelten eine stabilisierte Nachfrage aus dem Elektroniksektor sowie politische Fördermaßnahmen. Marktbeobachter werten dies als Anzeichen für eine breite industrielle Erholung.

Der breite Markt für Seltene Erden zeigt sich derweil zweigeteilt. Zwar gaben die Preise für viele Einzelelemente Anfang August nach, doch der wichtige NdPr-Komplex hielt sein Niveau. Dieser dient als Gradmesser für die Nachfrage nach Magneten in Elektroautos und Windturbinen.

Der VanEck Seltene Erden ETF beendete die Woche bei 13,10 Euro. Damit steht auf Jahressicht ein Zuwachs von 39 Prozent zu Buche. Ende August folgen die Jahreszahlen von Lynas Rare Earths, die den nächsten Trend für den Sektor vorgeben könnten.

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