VanEck Seltene Erden ETF: 3,76 Prozent Tagesverlust nach Rally

Der VanEck Seltene Erden ETF verzeichnet deutliche Kursverluste, während westliche Regierungen den Aufbau eigener Lieferketten massiv vorantreiben.

Auf einen Blick:
  • ETF verliert 9,5 Prozent in einer Woche
  • Westliche Projekte erhalten Milliardenförderung
  • Tanbreez-Probeversand im Juni geplant
  • China dominiert weiterhin Raffination

Der VanEck Seltene Erden ETF startet mit Gegenwind in die neue Handelswoche. Die Kurse sind nach einem starken Lauf zurückgekommen, während Regierungen und Unternehmen den Umbau westlicher Rohstoffketten beschleunigen. Genau dieser Widerspruch prägt die Lage: kurzfristig Druck, langfristig politischer Rückenwind.

Rücksetzer nach starkem Lauf

Am Freitag schloss der ETF bei 16,17 Euro. Auf Tagesbasis ging es um 3,76 Prozent nach unten, auf Wochensicht summierte sich der Verlust auf 9,51 Prozent.

Der größere Trend bleibt dennoch deutlich positiv. Seit Jahresbeginn liegt der Fonds um 26,03 Prozent im Plus, über zwölf Monate beträgt der Zuwachs 134,99 Prozent. Der Kurs notiert nur knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt.

Das erklärt die Nervosität. Nach einer kräftigen Rally reichen schon kleinere Enttäuschungen, um Gewinnmitnahmen auszulösen. Der Fonds bleibt zugleich eng an ein Thema gekoppelt, das politisch immer stärker aufgeladen ist.

Westliche Lieferketten werden teurer

Der strukturelle Treiber ist der Versuch, die Abhängigkeit von China bei kritischen Mineralien zu verringern. Im vergangenen Jahr wurden Projekte außerhalb Chinas im Volumen von 6,3 Milliarden Dollar angekündigt. Mehr als 60 Prozent davon kamen aus der US-Regierung, im ersten Quartal 2026 folgten weitere 2,8 Milliarden Dollar.

Das ist kein gewöhnlicher Rohstoffzyklus. Washington behandelt Seltene Erden zunehmend als strategische Infrastruktur, weil sie für Elektromotoren, Windkraft, Elektronik und Verteidigungstechnik gebraucht werden.

BMO Global Commodities Research beziffert das US-Investitionsvolumen auf rund 18,6 Milliarden Dollar, verteilt auf 60 Projektfinanzierungen. Auffällig ist die Gewichtung: Seltene Erden erhalten viel Kapital, obwohl ihr globales Handelsvolumen zuletzt nur bei rund 3,5 Milliarden Dollar lag.

Grönland liefert den nächsten Test

Ein konkreter Punkt für die kommenden Wochen ist das Tanbreez-Projekt in Grönland. Im Juni 2026 soll eine 150-Tonnen-Massenprobe an potenzielle Abnehmer in der EU, den USA und Saudi-Arabien verschickt werden. Critical Metals erhielt die Genehmigung, 70 Prozent der Projektgesellschaft zu übernehmen.

Tanbreez ist vor allem wegen schwerer Seltenerdelemente interessant, darunter Dysprosium und Terbium. Diese Stoffe werden für Hochtemperatur-Permanentmagnete genutzt. Der Standort nahe Tiefwasserfjorden verschafft dem Projekt zudem einen logistischen Vorteil, weil der Zugang zum Nordatlantik ganzjährig möglich ist.

China bleibt der Engpass

Der chinesische Seltene-Erden-Preisindex stieg am 11. Mai auf 269,5 Punkte. Besonders schwere Seltene Erden ziehen an, weil die Nachfrage aus Magnetanwendungen hoch bleibt.

China kontrolliert rund 92 Prozent des raffinierten NdPr-Angebots. Bei Dysprosium und Terbium liegt der Anteil sogar bei 98 bis 99 Prozent. Genau hier liegt das Kernproblem: Neue Minen helfen wenig, wenn Trennung, Raffination und Magnetproduktion weiter konzentriert bleiben.

Bloomberg Intelligence rechnet damit, dass Chinas NdPr-Marktanteil von rund 90 Prozent auf 69 Prozent sinken könnte. Selbst dann wäre unter bestimmten Szenarien noch ein globaler Engpass von bis zu 36 Prozent möglich.

Im ETF rücken deshalb Schwergewichte wie MP Materials und Lynas Rare Earths stärker in den Blick. MP Materials erzielte im Auftaktquartal 0,03 Dollar Gewinn je Aktie, die NdPr-Produktion stieg um 63 Prozent. Lynas kam im Märzquartal auf 265 Millionen australische Dollar Umsatz und besitzt bereits einen Liefervertrag mit dem Pentagon.

In der Woche ab dem 19. Mai zählen vor allem Fortschritte beim Tanbreez-Probenversand, mögliche neue Pentagon-Verträge und der chinesische Preisindex. Bis November bleibt auch die chinesische Exportpause ein harter Prüfpunkt. Die Internationale Energieagentur veranschlagt für diversifizierte Lieferketten im nächsten Jahrzehnt rund 60 Milliarden Dollar — viel Geld, aber kein schneller Ausweg aus einem jahrelang gewachsenen Engpass.

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