VanEck Seltene Erden ETF: 16 Prozent Wochenplus

Der VanEck Seltene Erden ETF legt binnen einer Woche um 16% zu. MP Materials übertrifft Erwartungen und treibt die Hoffnung auf eine Trendwende.

Auf einen Blick:
  • MP Materials übertrifft Analystenerwartungen
  • Starker NdPr-Absatz treibt Wachstum
  • US-Regierung fördert heimische Rohstoffe
  • ETF notiert 30% unter Jahreshoch

Der Markt für strategische Metalle atmet auf. Innerhalb nur einer Woche legte der VanEck Seltene Erden ETF um gut 16 Prozent zu. Ein starkes Quartalsergebnis des Branchenschwergewichts MP Materials befeuert die Hoffnung auf eine dauerhafte Trendwende im Sektor.

MP Materials liefert Rekordzahlen

Das US-Unternehmen MP Materials übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal auf 108,5 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr waren es noch 57,4 Millionen. Parallel dazu drehte das operative Ergebnis (EBITDA) mit 28,5 Millionen Dollar kräftig ins Plus.

Besonders der Absatz von Neodym-Praseodym (NdPr) trieb das Wachstum. Diese Metalle sind essenziell für die Motoren von Elektroautos und Windturbinen. Die verkaufte Menge stieg um 127 Prozent auf über 1.000 Tonnen. Das Unternehmen profitierte dabei vom erfolgreichen Hochlauf seiner eigenen Verarbeitungsanlagen in den USA.

Washington setzt auf heimische Rohstoffe

Die Politik stützt das Sentiment zusätzlich. Präsident Donald Trump trifft sich am heutigen Freitag mit Top-Managern der Bergbaubranche im Außenministerium. Die US-Regierung will die Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten massiv reduzieren. Das Ziel ist der Aufbau eigener Kapazitäten für Verteidigungsgüter und Hightech-Anwendungen.

MP Materials sicherte sich passend dazu einen neuen langfristigen Abnahmevertrag mit einem US-Luftfahrtkonzern. Das Unternehmen liefert künftig separiertes Gadolinium für militärische Zwecke. Dieser Schritt erweitert das Portfolio an schweren Seltenen Erden, die bisher fast ausschließlich aus China stammten.

Trotz der jüngsten Rallye bleibt die Bewertung des Sektors moderat. Der ETF notiert aktuell bei 13,08 Euro. Damit liegt der Kurs immer noch rund 30 Prozent unter seinem Jahreshoch vom Mai. Investoren honorieren jedoch die wachsende Kluft zwischen westlichen und chinesischen Preisen. Westliche Abnehmer zahlen für schwere Seltene Erden wie Dysprosium bereits deutliche Sicherheitsaufschläge.

Der Sektor steht vor einer operativen Weichenstellung. Die Kombination aus steigenden Produktionsmengen und staatlicher Rückendeckung stabilisiert das Umfeld. Anleger blicken nun auf die Umsetzung der angekündigten US-Förderprogramme im Herbst. Diese Maßnahmen sollen den strategischen Vorsprung westlicher Produzenten dauerhaft absichern.

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