VanEck Gold Miners ETF: 48,2% Rendite vs. 24% Gold

Der VanEck Gold Miners ETF erzielt 48 Prozent Jahresrendite, übertrifft Gold deutlich, zeigt aber eine hohe Volatilität von über 42 Prozent.

Auf einen Blick:
  • Jahresplus von 48 Prozent
  • Deutlich höhere Schwankungen als Gold
  • Kostenquote von 0,51 Prozent
  • Schwergewichte Newmont und Agnico Eagle

Die jüngste Goldrallye treibt die Kurse der Minenbetreiber an. Investoren setzen vermehrt auf den VanEck Gold Miners ETF, um von steigenden Rohstoffpreisen überproportional zu profitieren. Das Konzept des operativen Hebels geht bisher auf, bringt aber deutliche Schwankungen mit sich.

Der ETF beendete den letzten Handelstag bei 75,53 USD. Ein minimaler Tagesverlust von 0,33 Prozent trübt die Bilanz der letzten zwölf Monate kaum. Mit einer Rendite von 48,20 Prozent ließ der Fonds physische Gold-Anlagen weit hinter sich. Diese stiegen im gleichen Zeitraum lediglich um etwa 24 Prozent.

Volatilität als ständiger Begleiter

Die Outperformance hat ihren Preis. Mit einer annualisierten Volatilität von 42,35 Prozent schwankt der ETF deutlich stärker als der Basiswert selbst. Anleger benötigen für dieses Engagement starke Nerven. Ein Beta-Wert von 0,65 unterstreicht die hohe Reagibilität auf allgemeine Marktbewegungen.

Parallel dazu spüren Investoren den Kostendruck. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,51 Prozent pro Jahr. Im Vergleich zu physisch hinterlegten Gold-Produkten mit Gebühren um 0,20 Prozent ist dies ein deutlicher Aufschlag. Das Management verwaltet dafür ein Vermögen von rund 22,4 Milliarden US-Dollar.

Schwergewichte im Portfolio

Der Fonds fokussiert sich auf die Branchenriesen. Newmont und Agnico Eagle Mines führen die Liste mit einer Gewichtung von jeweils etwa 10,5 Prozent an. Barrick Mining folgt mit einem Anteil von rund 8 Prozent. Insgesamt hält der ETF 69 verschiedene Positionen.

Ein Rückblick auf die Fünf-Jahres-Performance zeigt ein anderes Bild. Hier hinkt der Minen-Sektor mit 19 Prozent Rendite dem physischen Gold deutlich hinterher. Dennoch lieferte der Fonds zuletzt eine Ausschüttungsrendite von 0,80 Prozent. Wer in diesen Sektor investiert, setzt gezielt auf die Gewinnmargen der großen Förderer und akzeptiert dafür das erhöhte Kursrisiko.

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