VanEck Gold Miners ETF: 4,5 Prozent Plus am 2. Juli

Enttäuschender Arbeitsmarktbericht beflügelt Goldsektor. Der VanEck Gold Miners ETF legt um 4,5 Prozent zu, während Zinssenkungserwartungen steigen.

Auf einen Blick:
  • US-Arbeitsmarkt enttäuscht mit nur 57.000 neuen Stellen
  • Goldpreis steigt auf rund 4.134 US-Dollar je Unze
  • Barrick Gold und Newmont legen deutlich zu
  • Zentralbanken kaufen weiterhin große Goldmengen

Ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht hat den Goldsektor am 2. Juli 2026 beflügelt. Der VanEck Gold Miners ETF schloss mit einem Plus von 4,5 Prozent ab. Schwache Jobdaten veränderten die Markterwartungen an die US-Notenbank drastisch.

US-Arbeitsmarkt kühlt deutlich ab

Das US-Arbeitsministerium meldete für Juni lediglich 57.000 neue Stellen. Experten hatten zuvor mit 110.000 gerechnet. Außerdem wurden die Daten der Vormonate um insgesamt 74.000 Stellen nach unten korrigiert.

Die Abkühlung am Arbeitsmarkt setzte den US-Dollar unter Druck. Der Dollar-Index sank um 0,7 Prozent auf 100,73 Punkte. In der Folge kletterte der Goldpreis auf rund 4.134 US-Dollar je Unze.

Gold-Futures an der Comex markierten zeitweise sogar Stände über der Marke von 4.200 Dollar. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung am 29. Juli sank daraufhin auf etwa 20 Prozent. Zuvor war der Markt von deutlich höheren Werten ausgegangen.

Schwergewichte und Junior-Minen im Aufwind

Die Schwergewichte im ETF profitierten breitflächig. Barrick Gold kletterte um 4,1 Prozent auf 37,95 US-Dollar. Newmont legte parallel dazu um 3,8 Prozent zu.

Unternehmensspezifische Nachrichten sorgten für ein gemischtes Bild. Agnico Eagle meldete einen Förderstopp im Barnat-Tagebau nach einem Wandbruch. Dies dürfte die Produktion im zweiten Halbjahr um bis zu 80.000 Unzen drücken. Aris Mining hingegen glänzte mit Rekordumsätzen. Die Aktie sprang um zehn Prozent nach oben.

Der Kurssprung setzt Leerverkäufer unter Druck. Das Short-Interesse am VanEck Gold Miners ETF war im Vorfeld um 50 Prozent gestiegen. Hält der Goldpreis sein Niveau über 4.100 US-Dollar, könnten technische Eindeckungen den Trend verstärken. Junior-Minen zeigten sich noch dynamischer: Der GDXJ-ETF für kleinere Werte legte um 5,1 Prozent zu.

Zentralbanken stützen die Nachfrage

Zentralbanken stützen den Markt weiterhin durch physische Käufe. Im Mai 2026 erwarben Institutionen aus Polen, China und Usbekistan netto 41 Tonnen Gold. Damit bleibt die Nachfrage der Notenbanken ein stabiler Faktor für den Sektor.

Analysten von TD Securities sehen kurzfristig Potenzial bis 4.280 US-Dollar. Andere Institute wie OCBC taxieren das Jahresendziel defensiver auf 4.360 US-Dollar. Am 29. Juli entscheidet die US-Notenbank über den Leitzins und liefert damit den nächsten Impuls für die Minenwerte.

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