Ein Fonds mit über neun Milliarden Euro Vermögen, eine Dividendenrendite von fast sechs Prozent und ein Kurs knapp unter dem Jahreshoch. Der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF zeigt sich Mitte August in robuster Verfassung.
Zum Handelsschluss am Donnerstag notierte der Fonds bei 55,46 Euro. Das liegt nur 0,4 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 55,66 Euro, das er Anfang August erreicht hat. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 15 Prozent zu Buche.
Neun Milliarden Euro Volumen bestätigt
VanEck ETFs N.V. hat am 13. August offizielle Zahlen zum Nettovermögen veröffentlicht. Auf Basis der Schlussdaten vom 12. August summiert sich das Fondsvolumen auf rund 9,14 Milliarden Euro. Bei 166,15 Millionen ausgegebenen Anteilen ergibt das einen Nettoinventarwert von 55,0266 Euro je Anteil.
Diese Größenordnung macht den Fonds zu einem der dominierenden Namen im dividendenorientierten UCITS-Segment. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,38 Prozent — ein moderater Wert für einen physisch replizierenden ETF, der alle 100 Indexmitglieder direkt hält.
Dividendenrendite treibt die Nachfrage
Der Fonds bildet die 100 Aktien mit der höchsten Ausschüttung aus entwickelten Märkten ab. Zugrunde liegt der Morningstar Developed Markets Large Cap Dividend Leaders Screened Select Index, der Titel nach Ausschüttungsstabilität filtert.
Zum 9. August lag die erwartete Dividendenrendite bei 5,86 Prozent. Die jüngste Ausschüttung betrug 0,81 Euro je Anteil. Der Auswahlprozess kombiniert das auf Nachhaltigkeit der Dividende ausgerichtete Screening mit ESG-Risikoprüfungen und den Prinzipien des UN Global Compact. Ziel ist es, Unternehmen mit größeren Kontroversen auszuschließen und trotzdem hohe Ausschüttungen einzufangen — der Schwerpunkt liegt auf Finanzwerten, Energie und Gesundheitswesen.
Die Kombination aus defensivem Screening und hoher Rendite hat dem Fonds über die vergangenen zwölf Monate ein Plus von 25 Prozent beschert. Das zeigt: Dividendenstrategien mussten in diesem Marktumfeld nicht auf Kursgewinne verzichten.
Charttechnik nähert sich kritischer Zone
Der RSI steht bei 66,9 und signalisiert eine Annäherung an überkaufte Zonen, auch wenn er die Schwelle von 70 noch nicht erreicht hat. Gleichzeitig bleibt die annualisierte 30-Tage-Volatilität mit 7,8 Prozent moderat — für einen Aktien-ETF ein vergleichsweise ruhiges Bild.
Sollte der Fonds die Marke von 55,66 Euro überwinden, wäre ein neues 52-Wochen-Hoch erreicht. Die kommenden Handelstage dürften zeigen, ob die Nachfrage nach dividendenstarken Titeln stark genug bleibt, um diesen Schritt zu tragen.
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