Ein ETF, der auf Dividendenstärke setzt, profitiert gerade von einer ganzen Serie überraschend guter Quartalszahlen. Der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF notiert bei 55,36 Euro und bewegt sich damit nur 0,54 Prozent unter seinem Rekordhoch vom 4. August. Der Grund: Gleich mehrere seiner größten Positionen aus dem Finanz- und Telekommunikationssektor haben diese Woche mit ihren Ergebnissen überzeugt.
Banken treiben den Fonds an
Der Fonds setzt stark auf Finanzwerte. Nach einem Rebalancing im Juni 2026 liegt die Gewichtung des Sektors bei rund 44 Prozent. Diese Ausrichtung zahlt sich gerade aus.
HSBC Holdings, mit etwa 4,7 Prozent eine der größten Positionen im Portfolio, meldete am 5. August sein Halbjahresergebnis. Der Vorsteuergewinn stieg um 23 Prozent auf 19,5 Milliarden US-Dollar, getrieben von höheren Zinserträgen. Die Bank kündigte zudem eine zweite Zwischendividende von 0,10 US-Dollar je Aktie an und startete ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde US-Dollar.
Auch die Versicherungsbranche liefert Rückenwind. Zurich Insurance Group meldete am 6. August einen Rekord-Betriebsgewinn von 4,8 Milliarden US-Dollar für das erste Halbjahr — ein Plus von 13 Prozent. Der Konzern hob zudem seine Gewinnwachstumsprognose für die Lebensversicherungssparte auf mindestens 10 Prozent für das Gesamtjahr an.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf Allianz, ebenfalls eine Kernposition im Fonds. Der Versicherer legt seine Zahlen zum zweiten Quartal am 7. August vor. Analysten achten dabei besonders darauf, ob das laufende Aktienrückkaufprogramm fortgesetzt wird und ob das Dividendenwachstum nach den Rekord-Betriebsgewinnen im ersten Quartal Bestand hat.
Telekom und weitere Werte stützen den Trend
Nicht nur Finanzwerte liefern gute Nachrichten. Deutsche Telekom meldete am 6. August sein Quartalsergebnis. Der Umsatz stieg um 4,4 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro. Der Konzern hob daraufhin seine Jahresprognose für den freien Cashflow auf etwa 20 Milliarden Euro an und stockte das Rückkaufprogramm für 2026 um weitere 3 Milliarden Euro auf.
Auch BP und Pfizer legten in dieser Woche Ergebnisse vor, die zur dividendenorientierten Strategie des Fonds passen. Der ETF hat damit gleich von mehreren Seiten Unterstützung bekommen — eine Ballung starker Berichte, wie sie selten in einer einzigen Woche zusammenkommt.
Der Fonds steht aktuell mit einem Plus von 27,34 Prozent auf Zwölfmonatssicht da, seit Jahresbeginn beträgt der Zuwachs 15,24 Prozent. Ein RSI von 66,5 signalisiert weiterhin spürbaren Aufwärtsdruck, ohne bereits in überkaufte Bereiche vorzustoßen.
Die Ergebnisse von Allianz am 7. August dürften zeigen, ob sich die positive Dynamik bei den Finanzwerten im Portfolio fortsetzt. Bestätigt der Versicherer sein Rückkaufprogramm und ein stabiles Dividendenwachstum, hätte der Fonds ein weiteres Argument für einen Angriff auf sein bisheriges Rekordhoch.
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