Neues Rekordtief, aber nicht ohne Gegenbewegung: Valneva rutscht auf 2,10 Euro ab, während im Hintergrund ein Zulassungsantrag für den Impfstoffkandidaten gegen Lyme-Borreliose Form annimmt. Die Aktie hat seit Jahresbeginn 42,17 Prozent verloren. Trotzdem bereitet sich der französische Impfstoffhersteller auf einen entscheidenden Wendepunkt in der zweiten Jahreshälfte vor.
Der aktuelle Kurs liegt bei 2,15 Euro, ein Minus von 0,23 Prozent zum Vortag. Damit notiert die Aktie nur knapp über dem am Dienstag markierten 52-Wochen-Tief von 2,10 Euro.
Führungswechsel und neue Konzernzentrale
Nach der Hauptversammlung am 25. Juni 2026 hat Valneva seine Unternehmensführung umgebaut. Dr. Gerd Zettlmeissl übernimmt den Vorsitz des Verwaltungsrats. Der Impfstoffexperte bringt über vier Jahrzehnte Branchenerfahrung mit und folgt auf Anne-Marie Graffin.
Zusätzlich verlegt Valneva seinen Firmensitz von Nantes nach Lyon. Der Umzug ist Teil einer größeren Restrukturierung, mit der das Unternehmen seine Abläufe straffen will. Um die Finanzbasis zu stabilisieren, hat Valneva im April 2026 eine Kapitalerhöhung über 84 Millionen Euro abgeschlossen. Das Geld soll die späten Entwicklungsphasen der Pipeline und laufende klinische Verpflichtungen absichern.
VLA15 rückt in den Blick
Die Chikungunya-Impfung IXCHIQ hat zuletzt an Schwung verloren. Sicherheitsbedingte Nutzungsbeschränkungen in Europa haben die kommerziellen Erwartungen gedämpft. Investoren richten den Fokus deshalb zunehmend auf den Lyme-Borreliose-Kandidaten VLA15.
Im März 2026 veröffentlichten Valneva und Partner Pfizer die Topline-Daten der Phase-3-Studie VALOR. Der primäre statistische Endpunkt wurde knapp verfehlt, weil weniger Krankheitsfälle auftraten als erwartet. Trotzdem zeigte der Impfstoff eine klinisch relevante Wirksamkeit von 73,2 Prozent. Pfizer und Valneva halten an ihrem Plan fest: Beide Unternehmen wollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 Zulassungsanträge in den USA und Europa einreichen.
Charttechnik zeigt überverkaufte Aktie
Der Kurs liegt derzeit rund 36,82 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 3,40 Euro. Diese Distanz unterstreicht, wie stark sich die Aktie von ihrem langfristigen Trend entfernt hat.
Der 14-Tage-RSI notiert bei 36,1. Das signalisiert eine Annäherung an eine überverkaufte Zone. Kurzfristige Erholungsbewegungen sind aus rein technischer Sicht damit nicht ausgeschlossen.
Die Halbjahreszahlen sind für den 13. August 2026 angesetzt. Dann dürfte klarer werden, wie weit die laufenden Sparmaßnahmen fortgeschritten sind und wann genau die Zulassungsanträge für VLA15 tatsächlich eingereicht werden.
Valneva-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Valneva-Analyse vom 21. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Valneva-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Valneva-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
