Valneva-Aktie: Kommt 2026 der große Durchbruch?

Die Valneva-Aktie gelang mit einem Kursplus von 12% in den ersten Handelswagen ein sehr starker Start ins neue Jahr. Gibt es denn gute Nachrichten vom Impfstoffhersteller?

Auf einen Blick:
  • Vertrieb von Chikungunya-Impfstoff in Eigenregie
  • Phase-3-Studiendaten zu Lyme-Borreliose-Wirkstoff im 1. HJ
  • Umsatzpotenzial der Impfstoffes von bis zu 2 Mrd. Euro p.a.

Der Valneva-Aktie gelang mit einem Kursplus von zwölf Prozent in den ersten Handelswagen ein sehr starker Start ins neue Börsenjahr. Gibt es denn gute Nachrichten vom europäischen Impfstoffhersteller?

Impfstoffvertrieb in Eigenregie

Die gibt es. Zumindest kann man sie als positiv interpretieren. Valneva vollzog zum Jahresbeginn eine strategische Kehrtwende und löste die Vertriebszusammenarbeit mit dem indische Pharmakonzern SII bei der Vermarktung des Chikungunya-Impfstoffes Ixchiq auf.

Damit sichert sich Valneva wieder die volle Kontrolle über den Impfstoffvertrieb. Laut Information des Managements sieht das Unternehmen einen Vorteil in der schnelleren und direkteren Versorgung von endemischen Hochrisikoländern.

Der große Kurstreiber im laufenden Jahr dürfte jedoch die Phase-3-Studie für den Wirkstoff VLA15 gegen Lyme-Borreliose werden. Bislang gibt es keinen Impfstoff gegen diese Erkrankung.

Im Erfolgsfall schätzen Fachleuten das Umsatzpotenzial des Impfstoffes auf bis zu zwei Milliarden Euro jährlich. Als Co-Entwicklung gemeinsam mit dem Pharmariesen Pfizer würde Valneva über Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren massiv von einem kommerziellen Erfolg profitieren.

Die Entscheidung naht

Die Vorstellung der Studiendaten zu VLA15 wird noch im ersten Halbjahr 2026 erwartet. Wie auch immer sie ausfallen, sie werden der Valneva-Aktie eine neue Richtung geben.

Bei einem Studienerfolg könnte die Aktie auf das von der Investmentbank Stifel ausgegebene Kursziel von zehn Euro steigen. Damit würde sich der aktuelle Kurs der Valneva-Aktie mehr als verdoppeln. Der Optimismus der Stifel-Analysten basiert auf einer geschätzten 80%-igen Erfolgswahrscheinlichkeit des Wirkstoffes.

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