Bei Valneva endet heute eine wichtige Frist. Das Management darf ab sofort wieder eigene Aktien verkaufen. Für den ohnehin angeschlagenen Aktienkurs kommt dieser Termin zur Unzeit.
Kapitalerhöhung mit Nachwehen
Der Auslöser liegt im Frühjahr. Ende April sammelte der Impfstoffhersteller frisches Kapital ein. Eine Privatplatzierung spülte 84 Millionen Euro in die Kasse. Valneva gab dafür knapp 16 Millionen neue Aktien zu je 2,33 Euro aus.
Die beteiligten Investoren durften ihre Papiere sofort handeln. Anders sah es für die Führungsetage aus. Vorstände und Führungskräfte verpflichteten sich zu einer 61-tägigen Haltefrist. Diese vertragliche Sperre läuft am heutigen Dienstag ab.
Mit dem frischen Geld treibt Valneva seine Impfstoff-Pipeline voran. Auch das kommerzielle Geschäft soll wachsen. Die Folge: mehr finanzieller Spielraum, aber keine Kurseuphorie.
Abwärtstrend bleibt intakt
Seit Jahresbeginn brach der Kurs um gut 41 Prozent ein. Am Montag schloss das Papier bei 2,26 Euro. Damit notiert die Aktie gefährlich nah am jüngsten 52-Wochen-Tief.
Der langfristige Abwärtstrend dominiert das Chartbild. Die wichtige 200-Tage-Linie verläuft bei 3,60 Euro und liegt damit außer Reichweite. Auch das Momentum fehlt völlig.
Ab heute vergrößert sich der Pool der frei handelbaren Aktien. Verkaufen die Insider nun ihre Anteile, droht zusätzlicher Druck auf das Orderbuch. Ein Rutsch unter die Tiefstmarke von 2,13 Euro würde das ohnehin schwache Chartbild weiter eintrüben.
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