Valneva steht vor einem schwierigen Jahr. Der Spezialist für Impfstoffe kämpft mit schrumpfenden Erlösen und einem deutlich ausgeweiteten Verlust. Nun zieht das Management die Reißleine.
Umsatzrückgang und hoher Quartalsverlust
Im ersten Quartal 2026 sank der Gesamtumsatz auf 30,9 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 49,2 Millionen Euro. Parallel dazu weitete sich der Nettoverlust massiv aus.
Das Minus belief sich auf 32,1 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor lag der Verlust bei 9,2 Millionen Euro. Mehrere Faktoren belasteten das Ergebnis in den ersten drei Monaten.
Das Unternehmen beendete den Vertrieb von Drittprodukten. Hinzu kamen Verschiebungen bei Lieferungen an das US-Verteidigungsministerium und ein Wechsel der Distributoren in Deutschland. Einmalige Sondereffekte aus dem Vorjahr fielen weg.
Sparkurs und Stellenabbau
Die Geschäftsführung senkte die Prognose für das Gesamtjahr. Sie erwartet nun Produktumsätze zwischen 135 und 150 Millionen Euro. Zuvor lag das Ziel bis zu 10 Millionen Euro höher.
Geopolitische Spannungen bremsen das Geschäft mit Reiseimpfstoffen. In wichtigen Märkten greifen weniger Menschen zu diesen Vorsorgemaßnahmen. Die Folge: Ein harter Sparkurs.
Das Unternehmen streicht 10 bis 15 Prozent seiner Stellen weltweit. Dieser Schritt soll die Betriebskosten deutlich senken. Das Management strebt eine Reduzierung um bis zu 35 Prozent an.
Anleger reagierten zuletzt verunsichert. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn rund 34 Prozent an Wert. Am vergangenen Freitag schloss das Papier an der Euronext Paris bei 2,54 Euro.
Analysten bleiben trotz der Korrektur optimistisch. Die Investmentbank Stifel hält an ihrer Kaufempfehlung fest. Sie senkte jedoch das Kursziel von 8,50 Euro auf 7,50 Euro.
Der Fokus liegt nun auf der Umsetzung des Sparprogramms. Gelingt die geplante Senkung der Betriebskosten, könnte Valneva die finanzielle Basis stabilisieren. Die Nachfrage nach Reiseimpfstoffen bleibt dabei die wichtigste Variable für die neuen Jahresziele.
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