Valero Energy-Aktie: Raffinerie-Feuer trifft Pemex hart!

Nach einem schweren Brand in seiner US-Raffinerie hat Valero Energy seine Ölimporte aus Mexiko drastisch reduziert. Der staatliche Konzern Pemex verliert einen seiner wichtigsten Abnehmer.

Auf einen Blick:
  • Valero kauft nur noch eine Ladung mexikanisches Rohöl statt durchschnittlich 4 Millionen Barrel pro Monat
  • Auslöser ist ein Feuer in der Port-Arthur-Raffinerie in Texas, das massive Schäden anrichtete
  • Valero ist Mexikos größter Rohölkunde und macht rund 20 Prozent der mexikanischen Ölverkäufe aus
  • Wann die Raffinerie vollständig wieder anlaufen kann, ist weiterhin unklar

Das ist kein Rückgang. Das ist ein Einbruch. Valero Energy, der größte Abnehmer mexikanischen Rohöls, kauft in diesem Monat genau eine einzige Ladung aus Mexiko, weniger als 200.000 Barrel. Im vergangenen Jahr waren es im Schnitt 4 Millionen Barrel pro Monat. Bloomberg berichtete darüber am Freitag.

Der Grund ist bekannt, aber die Dimension des Problems wird erst jetzt greifbar. Valeros Raffinerie in Port Arthur, Texas, eine der größten an der gesamten US-Golfküste mit einer Kapazität von 435.000 Barrel am Tag, steht nach einem schweren Brand im vergangenen Monat weitgehend still. Ein Feuer im Diesel-Hydrotreater richtete so massive Schäden an, dass selbst der explosionsgeschützte Kontrollraum der Anlage zerstört wurde. Das ist kein Routineschaden.

Valero Energy Corporation Aktie Chart

Pemex trifft es besonders hart

Für Mexikos staatlichen Ölkonzern Pemex ist Valero kein beliebiger Kunde. Valero macht rund 20 Prozent der gesamten mexikanischen Ölverkäufe aus. Dieser Absatz bricht nun praktisch vollständig weg, zumindest vorübergehend. Wie lange, weiß niemand so genau.

Seit dem Unfall hat Valero zwar einzelne Anlagenteile in Port Arthur wieder hochgefahren, doch die wichtigsten Bereiche, darunter die größte Rohöleinheit der Raffinerie, sind laut Berichten weiterhin offline. Ein schnelles Ende der Misere ist nicht in Sicht.

Valero schleppt sich durch den April

Für Valero selbst ist die Situation unangenehm. Eine der Schlüsselanlagen des Konzerns läuft nicht, der Rohstoffbedarf ist entsprechend kollabiert, und wann wieder Normalbetrieb herrscht, bleibt offen. Eine Ladung mexikanisches Öl im Monat. Das sagt eigentlich alles.

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