35 Prozent im bisherigen Jahresverlauf. Das ist eine Menge für einen Bergbauriesen, dessen wichtigstes Produkt, Eisenerz, in derselben Zeit kaum vom Fleck gekommen ist. Genau das ist der Kern des Problems, das Barclays-Analyst Amos Fletcher jetzt auf den Tisch legt. Er hat Vale von Overweight auf Equal Weight herabgestuft, Kursziel 17 Dollar, und die Begründung ist so schlicht wie eindeutig: Die Aktie hat die Realität schon eingepreist, und dann noch etwas mehr.
Vale Aktie Chart
Was der Kurs gerade behauptet
Fletcher hat nachgerechnet. Auf Basis historischer Korrelationen seit Januar 2015 ist Vales aktueller Kurs konsistent mit einem Eisenerzpreis von 130 Dollar pro Tonne. Der Spotpreis liegt bei 107 Dollar. Barclays selbst prognostiziert fuer 2026 nur 102 Dollar, danach soll es weiter abwärts gehen. Vor sechs Monaten noch implizierte der Aktienkurs einen Eisenerzpreis von 90 Dollar. Die Lücke, die da aufgerissen ist, ist nicht klein.
Dazu kommt: Der EV/EBITDA-Abschlag, den Vale traditionell gegenüber Wettbewerbern wie Rio Tinto und Fortescue aufwies, ist auf rund 10 Prozent geschrumpft. So nah dran war Vale zuletzt 2020. Fletcher schreibt, die Aktie handle nach der jüngsten Outperformance nicht mehr mit einem wesentlichen Abschlag zu den australischen Wettbewerbern.
Operativ solide, aber das reicht jetzt nicht mehr
Fletcher erkennt an, dass Vale in den vergangenen 18 Monaten operativ stabil und stark geliefert hat. Nur hilft das eben wenig, wenn der Markt das längst eingepreist hat. „Wir glauben, dass Bewertung und Rohstoffpreismomentum kurzfristig eher Gegenwind als Rückenwind für weitere Outperformance sein werden“, schreibt er. Die Aktie zeigte sich am Montag kaum verändert. Wer 35 Prozent im Depot hat, nimmt das wohl gelassen. Wer jetzt einsteigen wollte, hat den Zug laut Barclays bereits verpasst.
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