Vaisala Aktie: Prognose nach oben geschraubt

Symbolbild, KI-generiert

Höhere Erlöse der Industriemesstechnik und Zollrückerstattungen stärken Vaisalas Quartalsergebnis und den angehobenen Jahresausblick.

Auf einen Blick:
  • Quartalsumsatz steigt auf 162,9 Millionen Euro
  • EBITA legt um rund 45 Prozent zu
  • Industriemesstechnik profitiert von Rechenzentren und Chips
  • Vaisala erwartet 110 bis 120 Millionen Euro EBITA

Vaisala hebt die Gewinnerwartung für 2026 deutlich an. Die Finnen veröffentlichten am Montagabend vorläufige Drittquartalszahlen und passten ihren Ausblick per Ad-hoc-Mitteilung an. Treiber ist vor allem eine Sparte, die vom Boom bei Rechenzentren und Chipfertigung profitiert.

Industriemesstechnik zieht das Ergebnis

Der Konzernumsatz stieg im dritten Quartal auf 162,9 Millionen Euro, nach 154,0 Millionen im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBITA) kletterte von 28,0 auf 40,6 Millionen Euro. Das ist ein Plus von rund 45 Prozent.

Die Sparte Industrial Measurements lieferte den Großteil dieses Sprungs. Ihr Umsatz legte auf 77,8 Millionen Euro zu, nach 60,7 Millionen im Vorjahresquartal. Das EBITA der Sparte stieg von 15,5 auf 24,7 Millionen Euro. Gefragt waren die Messgeräte laut Unternehmen vor allem bei Rechenzentren, Halbleiterherstellern, Batteriefertigung und in der Energiewirtschaft.

Die Sparte gewinnt damit an Gewicht im Konzern. Weil sie profitabler arbeitet als der Rest, hebt ihr wachsender Umsatzanteil die Gesamtmarge.

Schwächere Wettersparte, Zollrückerstattung als Bonus

Nicht überall läuft es rund. Die Sparte Weather, Energy, and Environment setzte im Quartal 70,9 Millionen Euro um, nach 79,3 Millionen im Vorjahr. Auch das EBITA fiel, von 16,0 auf 12,2 Millionen Euro. Die Wetterdatensparte Xweather wuchs dagegen leicht auf 15,7 Millionen Euro Umsatz.

Zusätzlichen Rückenwind brachten die US-Zölle. Rückerstattungen aus 2025 und niedrigere Zollsätze verbesserten die Profitabilität. Die Rückerstattungen steuerten allein vier Millionen Euro zum Quartals-EBITA bei. Sie laufen unter den nicht operativen Posten des Konzerns. Ein Teil des Gewinnsprungs ist damit einmaliger Natur.

Neuer Ausblick

Vaisala erwartet für 2026 nun einen Umsatz von 610 bis 630 Millionen Euro. Die Untergrenze steigt um zehn Millionen Euro. Beim EBITA rechnet der Konzern mit 110 bis 120 Millionen Euro, zuvor waren es 95 bis 110 Millionen. Die Spanne rückt damit spürbar nach oben. Nicht enthalten sind die Effekte der geplanten Übernahme von Atmo, Inc. sowie mögliche wesentliche Marktveränderungen.

Die vollständigen Zahlen folgen am 27. Oktober. Der Zwischenbericht für Januar bis September erscheint gegen 9:00 Uhr finnischer Zeit, die Telefonkonferenz mit CEO Kai Öistämö und Finanzchefin Heli Lindfors beginnt um 13:00 Uhr. Dann wird sich zeigen, wie hoch der Anteil der Einmaleffekte tatsächlich ausfällt.

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