USA Rare Earth Aktie: Serra Verde für 2,8 Milliarden Dollar

USA Rare Earth übernimmt TMRC, plant Serra-Verde-Kauf und erhält 1,6 Mrd. USD Förderung. Produktionsstart in Oklahoma und neue Kapazitäten geplant.

Auf einen Blick:
  • Übernahme von Texas Mineral Resources abgeschlossen
  • Serra-Verde-Deal für 2,8 Mrd. USD geplant
  • CHIPS-Act-Förderung in Höhe von 1,6 Mrd. USD
  • Aktie steigt um 7,5 Prozent am Freitag

Das US-amerikanische Bergbau- und Technologieunternehmen USA Rare Earth hat eine Reihe strategischer Weichenstellungen bekannt gegeben, um die heimische Lieferkette für kritische Mineralien zu stärken.

Neben der Veröffentlichung der Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 meldete der Konzern den Abschluss einer wichtigen Übernahme sowie den Erhalt umfangreicher staatlicher Förderzusagen. Damit positioniert sich das Unternehmen als zentraler Akteur bei der Reduzierung der Abhängigkeit von ausländischen Importen seltener Erden.

Strategische Konsolidierung und Führungswechsel

Ein wesentlicher Meilenstein in der Unternehmensentwicklung war der am vergangenen Montag gemeldete Abschluss der Übernahme der Texas Mineral Resources Corp. (TMRC). USA Rare Earth hält nun 100 Prozent der ausstehenden Aktien von TMRC, was die operative Basis des Unternehmens im Bereich der Rohstoffgewinnung erheblich festigt.

Parallel dazu kündigte der Konzern eine noch größere Transaktion an: USA Rare Earth hat dem Erwerb der Serra Verde Group für rund 2,8 Milliarden US-Dollar zugestimmt. Über dieses Vorhaben sollen die Aktionäre von Serra Verde am 28. August abstimmen.

Die geplante Fusion mit Serra Verde bringt auch personelle Veränderungen an der Unternehmensspitze mit sich. Die derzeitige Vorstandsvorsitzende Barbara Humpton wird zum 1. Oktober in den Ruhestand treten. Als ihr Nachfolger ist Thras Moraitis vorgesehen, der aktuell die Position des CEO der Serra Verde Group bekleidet. Dieser Wechsel soll einen nahtlosen Übergang und die Integration der neuen Geschäftsbereiche gewährleisten.

Produktion startet und neue Kapazitäten geplant

Auf operativer Ebene meldete das Unternehmen bedeutende Fortschritte bei der industriellen Umsetzung. Die Magnetfertigungsanlage in Stillwater, Oklahoma, wurde offiziell in Betrieb genommen und hat die kommerzielle Produktion gestartet.

Ergänzend dazu konnte die erste kommerzielle Produktion von Yttrium-Metall vermeldet werden. Zudem wurden Muster von Dysprosiumoxid und NdPr-Oxid aus recyceltem Magnetschrott hergestellt, was die Bemühungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft unterstreicht.

Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, wurde Blacksburg im Bundesstaat South Carolina als Standort für eine zweite US-Magnetproduktionsstätte ausgewählt. Diese Anlage soll bis zum Jahr 2028 eine jährliche Kapazität von 6.400 Tonnen erreichen. Unterstützt wird dieser massive Ausbau durch staatliche Mittel.

Wie USA Rare Earth mitteilte, bestehen endgültige Vereinbarungen mit dem US-Handelsministerium über Förderungen im Rahmen des CHIPS Act in Höhe von bis zu 1,60 Milliarden US-Dollar. Diese Summe setzt sich aus direkten Bundeszuschüssen in Höhe von 277 Millionen US-Dollar und Kreditkapazitäten von 1,3 Milliarden US-Dollar zusammen.

Markt reagiert auf Quartalszahlen und geopolitische Impulse

Die Finanzergebnisse für das zweite Quartal wiesen einen Umsatz von rund 5,8 Millionen US-Dollar aus. Medienberichten zufolge lag dieser Wert unter den Erwartungen der Analysten an der Wall Street, was zunächst für eine gewisse Zurückhaltung bei den Anlegern sorgte. Dennoch zeigte sich die Aktie im Wochenverlauf widerstandsfähig. Am Freitag verbuchte das Papier einen deutlichen Kursanstieg von 7,5 Prozent und schloss bei 20,00 USD.

Dieser jüngste Aufwärtstrieb wurde am Markt primär durch Spekulationen über mögliche neue US-Zollunterstützungen für den Sektor der Seltenen Erden getrieben. Auch wenn für diesen spezifischen Kurssprung am Freitag kein direktes Unternehmensereignis vorlag, bleibt die langfristige Tendenz positiv.

Seit Jahresbeginn konnte der Wert bereits um 68 Prozent zulegen. Die Investoren blicken nun gespannt auf die für Ende August terminierte Abstimmung über die Serra-Verde-Übernahme, die das Profil des Unternehmens als integrierter Produzent von Magneten und Seltenen Erden final schärfen könnte.

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