Bei USA Rare Earth ist der Chefwechsel vollzogen. Thras Moraitis, bisher President, führt das Unternehmen ab sofort als CEO. Seine erste Amtshandlung: Er ordnet den zusammengewachsenen Konzern in drei Geschäftseinheiten.
Drei Einheiten, klare Zuständigkeiten
Die neue Struktur folgt der Wertschöpfungskette. Upstream umfasst Bergbau, Aufbereitung und Separation, und Moraitis leitet diese Einheit selbst. Midstream deckt Metalle, Legierungen und Pulver ab und steht unter Chaitan Kansal. Downstream mit Magneten und Folgeprodukten führt David Bushi.
Die Einheiten sollen schneller entscheiden und stärker Rechenschaft ablegen, bleiben aber koordiniert. Als Prioritäten nennt das Unternehmen operative Leistung, Kundenlieferungen und Kapitaldisziplin. Hinzu kommt der weitere Aufbau einer westlich ausgerichteten Lieferkette für Seltene Erden.
Moraitis formuliert es so: Das Unternehmen habe die Fähigkeiten beisammen, um über mehrere Länder hinweg in der gesamten Kette zu konkurrieren. Nun gehe es darum, die Geschäfte zusammenzuführen und verlässlich zu liefern.
Plattform nach der Serra-Verde-Übernahme
Nach dem Abschluss der Transaktion mit Serra Verde deckt USA Rare Earth alle wesentlichen Stufen ab. Dazu zählen die Mine und Aufbereitungsanlage in Brasilien sowie das Schwerseltenerd-Projekt Round Top in Texas. Verarbeitung und Separation laufen in Wheat Ridge, Colorado, Metalle und Legierungen liefert die britische Tochter Less Common Metals. Die Magnetproduktion in den USA wächst weiter.
Die Beteiligung an Carester steht noch unter dem Vorbehalt des Abschlusses der angekündigten Transaktion. Sie soll Zugang zu Know-how und geistigem Eigentum für die Trennung schwerer Seltener Erden verschaffen.
Dank an die Vorgängerin
Executive Chairman Mike Blitzer dankte der bisherigen CEO Barbara Humpton für ihren Beitrag zum Fundament der Plattform. Moraitis bringe Erfahrung und Fokus mit, um das Unternehmen durch die nächsten Entwicklungsphasen zu führen und weitere wertsteigernde Gelegenheiten zu verfolgen.
Die Aufgabe ist anspruchsvoll. Das Unternehmen nennt selbst eine Reihe von Risiken: die Integration von Serra Verde, mögliche Verzögerungen beim Ausbau der Anlage in Brasilien, die hohe Verschuldung aus der Übernahme sowie die Exportkontrollliste Chinas, auf der USA Rare Earth steht. Auch die Umwandlung von Absichtserklärungen mit Kunden in feste Aufträge steht noch aus.
Der Kapitalmarkt dürfte Moraitis daher vor allem an der Umsetzung messen: am Hochlauf der Magnetproduktion in Stillwater, am geplanten Standort in Blacksburg und am Abschluss der Carester-Transaktion.
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