USA Rare Earth bleibt ein hochvolatiler Titel. Die Aktie sprang heute um 7,52 Prozent auf 21,47 US-Dollar, nachdem sie in der Vorwoche deutlich unter Druck geraten war. Auf Sicht von sieben Tagen steht noch immer ein Minus von 15,55 Prozent zu Buche.
Im Zentrum steht ein möglicher Finanzierungsschub aus Washington. Das Unternehmen rechnet mit dem Abschluss einer verbindlichen Fördervereinbarung mit dem US-Handelsministerium. Im Rahmen des CHIPS-Programms könnten dabei rund 1,6 Milliarden US-Dollar freigesetzt werden.
Kapital für den Ausbau der Lieferkette
Das Geld soll den Aufbau einer vertikal integrierten US-Lieferkette für Seltenerdmagnete beschleunigen. Für USA Rare Earth ist das mehr als nur frisches Kapital. Es ist ein Baustein, um ein ehrgeiziges Industrieprojekt weniger angreifbar zu machen.
Der Zeitplan ist eng gesteckt. Die Vereinbarung soll bis Ende Mai 2026 unter Dach und Fach sein, sofern operative Meilensteine erreicht werden. Parallel dazu arbeitet das Management an dem Ziel, bis 2030 eine führende heimische Plattform für schwere Seltene Erden und kritische Mineralien aufzubauen.
Viel Geld, viel Verwässerung
Die Bilanz ist derzeit gut gefüllt. Im ersten Quartal 2026 lag der Kassenbestand bei rund 1,75 Milliarden US-Dollar. Ein Private Placement über 1,5 Milliarden US-Dollar hatte die Liquidität zuvor deutlich gestärkt.
Der Preis dafür war Verwässerung. Hinzu kommt eine komplexe Projektpipeline, die mehrere Großvorhaben gleichzeitig vorantreibt. Dazu zählt die geplante Übernahme der Serra Verde Group für etwa 2,8 Milliarden US-Dollar. Der Zukauf würde den Zugang zu einem großen Produzenten magnetischer Seltener Erden außerhalb Asiens sichern.
Auch in Texas geht es voran. Für das Round-Top-Mountain-Projekt erhielt das Unternehmen eine Förderung von 14,2 Millionen US-Dollar aus dem Texas Semiconductor Innovation Fund. Das Gesamtvolumen des Vorhabens wird auf mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar veranschlagt.
Nächste Etappe ist die Produktion
Operativ rückt nun die Skalierung in den Vordergrund. In Colorado läuft eine hydrometallurgische Demonstrationsanlage an, deren Betrieb im zweiten Quartal hochgefahren werden soll. Bis zum vierten Quartal 2026 peilt das Unternehmen eine Jahreskapazität von 600 Tonnen für Magnete und 3.000 Tonnen für Metalle und Legierungen an.
Die Börse reagiert darauf mit Nervosität, aber auch mit Vorschusslorbeeren. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie trotz der jüngsten Schwankungen noch 51,71 Prozent im Plus, auf 12-Monats-Sicht sogar 127,89 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 38,68 US-Dollar ist der Titel allerdings noch weit entfernt. Der Kurs notiert rund 44,5 Prozent darunter.
Am Markt bleibt damit ein einziger Punkt entscheidend: Gelingt der Sprung von Förderzusagen, Übernahmen und Bauprojekten in eine belastbare Produktion, könnte USA Rare Earth den aktuellen Bewertungsaufschlag rechtfertigen. Der erste Investor Day ist für das dritte Quartal 2026 geplant, nach dem vorgesehenen Abschluss der Serra-Verde-Transaktion.
USA Rare Earth-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue USA Rare Earth-Analyse vom 20. Mai liefert die Antwort:
Die neusten USA Rare Earth-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für USA Rare Earth-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
