Der Uranmarkt erlebte gestern einen deutlichen Rücksetzer, nachdem neue Versorgungsdaten die Sorge vor einem kurzfristigen Überangebot schürten. Während die US-Regierung Milliarden investiert, um die Abhängigkeit von russischen Importen zu beenden, drückten unerwartet hohe Produktionszahlen aus Usbekistan den Preis der Futures auf 85,70 US-Dollar pro Pfund. Damit rückt die Marke von 100 US-Dollar vorerst wieder in die Ferne.
Angebot aus Usbekistan belastet Spotmarkt
Am Donnerstag gaben die Uran-Notierungen spürbar nach und verloren den Anschluss an das jüngste Hoch von 101,50 US-Dollar. Auslöser war ein Bericht der usbekischen Atomenergiebehörde, die eine Steigerung der Jahresproduktion auf 7.000 Tonnen meldete.
Diese Menge übertraf die bisherigen Erwartungen der Marktteilnehmer deutlich. Die wichtigsten Daten im Überblick:
* Aktueller Preis: 85,70 USD/lb
* Produktionsmenge Usbekistan: 7.000 Tonnen
* US-Investitionsprogramm: 2,7 Milliarden USD
US-Regierung setzt auf heimische Versorgung
Trotz der kurzfristigen Preisschwäche bleibt der strukturelle Wandel im Sektor aktiv. Washington hat Verträge über 2,7 Milliarden US-Dollar angekündigt, um russische Uranlieferungen zu ersetzen. Davon profitiert unter anderem Centrus Energy, während gleichzeitig Genehmigungsverfahren für Uranumwandler vereinfacht werden sollen, um die westliche Versorgungskette zu stärken.
Kann die steigende Nachfrage durch den Energiebedarf neuer KI-Infrastruktur dieses zusätzliche Angebot zeitnah absorbieren? Analysten von Trading Economics erwarten eine entsprechende Erholung und prognostizieren bis zum Quartalsende einen Preisanstieg zurück auf etwa 100 US-Dollar pro Pfund.
Minenwerte unter Verkaufsdruck
Die Korrektur am Spotmarkt belastete gestern die Kurse der Produzenten und Explorer erheblich. Der Global X Uranium ETF (URA) schloss bei 49,11 US-Dollar. Besonders deutlich traf es Einzelwerte:
* Uranium Energy Corp (UEC): Die Aktie verlor im US-Handel 6 Prozent auf 15,04 US-Dollar.
* Elevate Uranium: Trotz eines Ressourcenupdates für das Marenica-Projekt in Namibia, bei dem sich die Erzgehalte verdoppelten, brach der Kurs um 8,24 Prozent ein.
* Aventis Energy: Das Unternehmen bereitet ungeachtet der Marktschwäche seine erste Diamantbohrkampagne im kanadischen Athabasca-Becken für diesen Winter vor.
Marktteilnehmer richten ihren Fokus nun auf die konkrete Umsetzung der US-Förderprogramme. Zudem sorgt das am Mittwoch ausgelaufene „New Start“-Abkommen zwischen den USA und Russland für eine geopolitische Unsicherheit, welche die strategische Bedeutung westlicher Quellen mittelfristig wieder in den Vordergrund rücken dürfte.
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