Die Uranium Energy-Aktie brach am gestrigen Dienstag um 15 Prozent ein und sackte damit auf ein neues 6-Monatstief ab. Was steckte hinter dem katastrophalen Kurssturz des Uranproduzenten?
Ein Zukunftsprojekt liegt auf Eis
Der Grund für den plötzlichen Ausverkauf der Uranium Energy-Aktie lag in einer unerwarteten regulatorischen Kehrtwende im US-Bundesstaat Wyoming, die eines der wichtigsten Zukunftsprojekte des Unternehmens vorerst auf Eis legt.
Das US-Innenministerium hat zusammen mit der Umweltschutzbehörde von Wyoming (WDEQ) am Nachmittag überraschend eine einstweilige Verfügung und einen sofortigen Baustopp für die geplante Erweiterung der Irgaray-Aufbereitungsanlage verhängt. Eigentlich wollte Uranium Energy die Kapazitäten der Anlage massiv ausbauen, um dort ab Ende 2026 Uran aus neu erschlossenen In-Situ-Minen (ISR – ein Verfahren, bei dem Uran chemisch aus dem Boden gespült wird) zu verarbeiten.
Lokale Umwelt- und Indigenenverbände hatten erfolgreich geklagt. Sie werfen der Behörde vor, bei der Genehmigung die potenziellen Auswirkungen auf die langfristige Grundwasserqualität der Region nicht ausreichend geprüft zu haben. Bis eine neue, umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung vorliegt, müssen alle Arbeiten ruhen.
Warum reagiert die Börse so panisch?
Für Uranium Energy ist diese Nachricht ein empfindlicher Dämpfer, da der Konzern stark davon profitiert hatte, dass die USA heimische Uranquellen aus geopolitischen Gründen (Abnabelung von russischen Lieferungen) massiv fördern wollen.
Da die Anlage in Wyoming als zentraler Knotenpunkt für die kurzfristige Produktionssteigerung eingeplant war, befürchten Analysten nun, dass sich der kommerzielle Produktionsstart von UEC um mindestens neun bis zwölf Monate verzögern könnte.
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