United Microelectronicsration Aktie: 9,92-Prozent-Minus auf 113,50 TWD

Massive Verkäufe institutioneller Anleger belasten die Aktie von United Microelectronics vor der Bilanzvorlage schwer.

Auf einen Blick:
  • Institutionelle Anleger stoßen Anteile ab
  • Aktie verliert fast zehn Prozent
  • Fokus auf Fabrikauslastung und KI
  • Geplante Wafer-Preiserhöhungen im Fokus

United Microelectronics steht unter massivem Verkaufsdruck. Einen Tag vor der Bilanzvorlage flüchten vor allem Großinvestoren aus dem Papier. Der Kurs rutscht heute deutlich ab.

Institutionelle Anleger in Taiwan haben ihre Positionen in den letzten Wochen radikal reduziert. Drei große Investorengruppen verkauften Anteile im Wert von schätzungsweise 28 Milliarden NT$. Dieser Exodus belastet das Vertrauen schwer. Die Aktie notiert aktuell bei 113,50 TWD, was einem Tagesverlust von 9,92 Prozent entspricht.

Fokus auf Kapazität und KI

Am Mittwoch veröffentlicht der Halbleiterhersteller seine Zahlen für das zweite Quartal. Analysten achten dabei besonders auf die Auslastung der Fabriken. Im ersten Quartal lag diese Quote bei 79 Prozent. Nun rechnet der Markt mit steigenden Wafer-Auslieferungen. Dies würde die Fixkosten des Konzerns deutlich besser verteilen.

Besonders die 22nm-Technologie erweist sich als Wachstumstreiber. United Microelectronics produziert hier unter anderem photonische ICs für Rechenzentren. Dafür arbeitet das Unternehmen eng mit Partnern wie SILITH zusammen. Die Nachfrage nach schnellen optischen Verbindungen für KI-Anwendungen bleibt hoch.

Preiserhöhungen im Visier

Der Ausblick auf das dritte Quartal entscheidet nun über den weiteren Trend. Das Management plant Preiserhöhungen für Wafer ab der zweiten Jahreshälfte. So will der Konzern steigende Kosten für Rohstoffe und Energie abfedern. Ob diese Strategie die Margen sichert, wird das Management morgen erläutern.

Marktteilnehmer warten zudem auf Bestätigungen für das Wachstum in Datenzentren. Die Quartalsmitteilung liefert hierfür die notwendigen Fakten. Ohne eine überzeugende Prognose für den Herbst dürfte eine schnelle Erholung der Aktie ausbleiben.

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