Es war die teuerste Rettungsaktion der deutschen Nachkriegsgeschichte, und nun will der Staat das Kapitel schließen. Die Bundesregierung hat den formellen Prozess eingeleitet, um ihre 99,12-Prozent-Beteiligung an Uniper zu veräußern. Ob per direktem Verkauf oder über einen Börsengang, das steht noch offen. Beides liegt demnach auf dem Tisch.
Raus, aber wie?
Beide Wege haben ihre Logik. Ein Direktverkauf an einen strategischen Investor wäre schnell, sauber, und würde dem Bund einen definierten Preis liefern. Ein Börsenverkauf hingegen streut das Risiko breiter, dauert länger, und macht den Erlös abhängig von der Stimmung an den Märkten. Genau diese Stimmung ist gerade nicht schlecht: Die Uniper-Aktie hat im laufenden Jahr knapp 29 Prozent zugelegt und notiert damit deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 27,30 Euro.
Uniper SE Aktie Chart
Timing ist alles
Dass Berlin ausgerechnet jetzt den Prozess anstößt, ist kein Zufall. Die Aktie läuft, der Energiesektor hat sich stabilisiert, und politisch ist es schlicht nicht vermittelbar, auf ewig 99 Prozent eines börsennotierten Konzerns zu halten. Die Verstaatlichung 2022 war Notoperation, kein Geschäftsmodell.
Wie viel der Bund am Ende zurückbekommt von den Milliarden, die er damals in Uniper gepumpt hat, das ist eine andere Frage. Eine, die sich die Steuerzahler wohl noch eine Weile stellen werden.
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