Die Uniper-Aktie verzeichnete dam Freitagmorgen in einem schwachen Handelsumfeld zwar kleinere Verluste, blickt aber dennoch auf eine sehr starke Performance zurück. Mit 41,50 Euro zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels sind Aufschläge von knapp 25 Prozent im laufenden Jahr zu verzeichnen. Auffällig ist insbesondere ein Kurssprung von Mitte März. Damit reagierte die Uniper-Aktie auf die Rückkehr der Dividende.
Davon ab nimmt auch der Irankrieg Einfluss. Anders als Shell und BP profitiert Uniper zwar nicht automatisch von höheren Öl- uns Gaspreisen, da die Ressourcen vom Unternehmen selbst zugekauft werden müssen. Doch ergeben sich Aussichten auf höhere Margen bei den Strompreisen, sodass die Aussichten sich durchaus etwas aufhellen könnten.
Uniper: Steht der Staatsausstieg bevor?
Der treibende Faktor bei der Uniper-Aktie dürfte aber die Aussicht darauf sein, dass der Staat sich in naher Zukunft von Anteilen trennen könnte. Aktuell hält der Bund noch etwas mehr als 99 Prozent der Anteilsscheine, was natürlich zu einer extrem niedrigen Liquidität führt. Vorgesehen ist der Ausstieg bis spätestens 2028.
Aktuellen Gerüchten zufolge könnten Verkäufe aber schon im Sommer dieses Jahres stattfinden. Die Voraussetzungen dafür sind grundsätzlich gegeben. Staatsschulden konnte Uniper bereits vollständig zurückzahlen. Eine offizielle Ankündigung steht aber noch aus und damit auch die Antwort auf die Frage, wie der Ausstieg im Detail ablaufen könnte. Denkbar wären größere Verkäufe an institutionelle Investoren oder auch ein „neuer“ Börsengang.
Uniper Aktie Chart
Es wird nicht langweilig
Solche Fragen werden die Anteilseigner vermutlich noch etwas länger beschäftigen. Für den Moment lässt sich festhalten, dass Uniper sich wieder sehr viel gesünder zeigt und trotz der aktuellen Krise auf Wachstumskurs geblieben ist. In wenigen Tagen werden frische Zahlen Aufschluss darüber geben, ob es dabei auch bleiben mag.
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