Der Energiekonzern Uniper forciert den Abschied von alten Abhängigkeiten. Durch neue Verhandlungen über kanadisches Flüssigerdgas und eine weitreichende Kooperation bei nachhaltigen Batterien baut das Management das Unternehmen grundlegend um. Ziel ist eine stabilere Versorgungssicherheit jenseits dominanter Lieferwege.
Weg von der US-Abhängigkeit
Aktuell dominieren US-Lieferungen mit rund 96 Prozent die deutschen LNG-Importe. Uniper sucht nun verstärkt Alternativen in Kanada, um die Versorgung auf eine breitere Basis zu stellen. Ein erstes Abkommen mit dem Produzenten Tourmaline besteht bereits. Einzig die noch fehlende Regasifizierungs-Infrastruktur an der kanadischen Ostküste bremst das Tempo der Diversifizierung derzeit noch aus.
Speicher-Offensive ohne Lithium
Parallel zur Gassicherung investiert Uniper in die Stromspeicherung der nächsten Generation. Eine Rahmenvereinbarung mit CMBlu Energy sieht die Lieferung von organischen Speichern mit einer Gesamtkapazität von mindestens 5 Gigawattstunden vor. Diese Technologie kommt vollständig ohne kritische Rohstoffe wie Lithium oder Kobalt aus. Ab dem Jahr 2027 erhält Uniper die Option, diese Systeme in Tranchen von jeweils mindestens 100 Megawattstunden abzurufen. Damit soll die schwankende Erzeugung aus Wind- und Solarkraft bedarfsgerecht in das Netz eingespeist werden.
Uniper SE Aktie Chart
Strategischer Kohleausstieg bis 2029
Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Investitionsprogramms über 5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030. Das Ziel ist klar definiert: Bis 2029 soll der kommerzielle Kohleausstieg abgeschlossen sein. An der Börse wurde die strategische Klarheit zuletzt honoriert. Trotz eines minimalen Tagesverlusts von 0,24 Prozent auf 42,20 Euro verzeichnet die Aktie auf Sicht von sieben Tagen ein deutliches Plus von rund 18,5 Prozent. Damit rückt das 52-Wochen-Hoch von 46,75 Euro wieder in greifbare Nähe.
Mit dem Fokus auf die „Green Generation“ und der Sicherung neuer Importrouten bereitet sich Uniper auf einen Strommarkt vor, der zunehmend von Volatilität geprägt ist. Der Erfolg der Transformation hängt nun maßgeblich an der industriellen Skalierung der neuen Speicher und dem Fortschritt der kanadischen Export-Infrastruktur.
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