Unilever-Aktie: Historischer Deal perfekt?

Unilever trennt sich für 15,7 Milliarden Dollar vom Großteil seines Lebensmittelgeschäfts an McCormick. Der Konzern fokussiert sich künftig auf Beauty und Wellness.

Auf einen Blick:
  • Verkauf des Lebensmittelgeschäfts an McCormick für 15,7 Mrd. Dollar cash plus Aktienkomponente
  • Unilever-Aktionäre erhalten 65% am neuen Gemeinschaftsunternehmen
  • Neuausrichtung auf Beauty, Körperpflege und Haushaltspflege
  • Größter Deal in der Geschichte beider Unternehmen

Die Unilever-Aktie steht vor einer historischen Wende. Der britisch-niederländische Konzern verkauft laut einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) den Großteil seines Lebensmittelgeschäfts an den US-Gewürzhersteller McCormick. Die Transaktion umfasst 15,7 Milliarden Dollar in bar sowie eine noch nicht genau bezifferte Aktienkomponente. Wenn alles wie geplant läuft, könnte die Bekanntgabe des finalen Deals bereits am heutigen Dienstag erfolgen, so WSJ.

Fast 100 Jahre lang hat Unilever Lebensmittel verkauft. Marken wie Hellmann’s Mayonnaise und Knorr Brühwürfel gehörten zum Kerngeschäft. Doch CEO Fernando Fernandez sieht die Zukunft woanders. Beauty, Körperpflege und Wellness sollen künftig das Wachstum treiben, nicht mehr Lebensmittel. Die Entscheidung kommt nicht von ungefähr. Konsumenten sparen bei Lebensmitteln oder greifen zu günstigeren Handelsmarken. Zudem essen Nutzer von GLP-1-Medikamenten schlicht weniger.

Unilever PLC Aktie Chart

McCormick wagt den großen Sprung

Für McCormick ist der Deal noch ambitionierter. Das Unternehmen, bekannt für seine rot-weißen Gewürzdosen, kauft ein Lebensmittelgeschäft, das doppelt so groß ist wie das eigene. Nach Abschluss werden Unilever und seine Aktionäre 65 Prozent am kombinierten Unternehmen halten. Die Transaktion läuft über eine sogenannte Reverse Morris Trust Struktur und soll steuerfrei sein.

Beide Konzerne schreiben mit diesem Schritt Geschichte. Für Unilever bedeutet es die radikalste Neuausrichtung seit Jahrzehnten. Für McCormick den Sprung zum globalen Player bei Gewürzen, Saucen und Aufstrichen. Der Markt wird jetzt genau beobachten, wie die Integration gelingt und ob sich die strategische Wette auszahlt. Die Weichen sind jedenfalls gestellt.

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