Unilever treibt die Digitalisierung seiner Produktion voran. Der Konsumgüterkonzern gibt eine mehrjährige Partnerschaft mit Accenture bekannt. Ziel: Künstliche Intelligenz in den weltweiten Fertigungsnetzwerken skalieren.
Konkret plant Unilever über 40 digitale Zwillinge in den nächsten 18 Monaten. Diese sogenannten Digital Twins bilden Fabrikanlagen virtuell ab. Sie nutzen Echtzeitdaten, um Abläufe zu optimieren und Fehler vorherzusagen. Die Kontrolle bleibt beim Menschen.
Pilotprojekte zeigen Erfolge
Erste Tests liefern klare Ergebnisse. In Raeford (USA) stieg die Produktionskapazität um zehn Prozent. Der Abfall reduzierte sich um ein Fünftel. Das System erkannte zudem 95 Prozent der möglichen Engpässe frühzeitig.
In Posen (Polen) sanken die Ausfallzeiten um 20 Prozent. Auch hier verringerte sich der Abfall. In Gandhidham (Indien) fielen Qualitätsmängel bei Dove-Seife um 30 Prozent.
Zwei weitere Standorte meldeten Fortschritte: Haldia (Indien) senkte den Wärmeverbrauch. Cu Chi (Vietnam) sparte durch optimierte Rohstoffdosierung ein bis zwei Prozent Kosten.
Kurs im Wartemodus
Die Aktie notiert bei 50,67 Euro – ein leichtes Minus von 0,12 Prozent. Über die letzten 30 Tage legte sie um 2,56 Prozent zu. Seit Jahresbeginn fehlen jedoch noch knapp neun Prozent. Der Kurs liegt rund 20 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 63,45 Euro.
Unilever steckt in einer Konsolidierungsphase. Anleger warten auf den nächsten Quartalsbericht Ende Juli 2026. Die Zusammenarbeit mit Accenture ist Teil einer breiteren Effizienzoffensive. Angesichts des schwierigen Marktumfelds setzt der Konzern auf mehr Agilität in der Lieferkette. Die KI-Zwillinge sollen dabei helfen.
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