Die Gerüchteküche brodelt mal wieder. Doch UniCredit macht jetzt unmissverständlich klar, dass an den Spekulationen über ein Interesse an Banca Monte dei Paschi di Siena nichts dran ist. Die italienische Bank bezeichnete die Berichte als spekulativ und unbegründet.
Hintergrund der Aufregung sind Medienberichte, wonach UniCredit-Chef Andrea Orcel sich mit Francesco Milleri, dem Chef der Holding Delfin, getroffen haben soll. Dabei soll es um eine mögliche Übernahme von Delfins Anteilen an Monte dei Paschi gegangen sein. Auch ein Interesse an Delfins Beteiligung am Versicherer Generali wurde ins Spiel gebracht.
UniCredit stellt in seiner Stellungnahme klar, dass die M&A-Abteilung der Bank ständig alle Wachstumsoptionen prüft. Das gehört zum Tagesgeschäft. Gespräche und Analysen bedeuten jedoch nicht, dass daraus tatsächlich Transaktionen werden.
Orcel auf der Suche nach dem richtigen Deal
Die Bank zeigte sich enttäuscht über die anhaltenden Gerüchte und den ständigen Lärm um angebliche Beteiligungsinteressen. Diese seien reine Erfindung und würden nur dazu dienen, den Markt zu verwirren. UniCredit betont, dass jede M&A-Entscheidung ausschließlich davon abhängt, ob ein potenzielles Ziel zur Strategie passt und die wiederholt genannten finanziellen Renditeanforderungen erfüllt.
Tatsächlich hat Orcel in der Vergangenheit bereits Kapital eingesetzt, um Beteiligungen an der Commerzbank und der griechischen Alpha Bank zu erwerben. Eine Fusion konnte der erfahrene M&A-Banker bislang allerdings nicht unter Dach und Fach bringen.
Für Anleger bleibt die Lage vorerst unverändert. UniCredit sucht weiter nach der passenden Gelegenheit. Die klare Absage an die MPS-Gerüchte zeigt jedoch, dass nicht jedes Übernahmeziel infrage kommt. Der Markt wird sich nun beruhigen müssen, bis konkrete Fakten auf den Tisch kommen.
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