Unicredit-Aktie: Auf Talfahrt!

Die Unicredit-Aktie befindet sich auf Talfahrt und ist auf ein neues 6-Monatstief gefallen. Was drückt auf den Kurs der italienischen Großbank?

Auf einen Blick:
  • Angst vor Verwässerung bei Commerzbank-Übernahme
  • Druck auf die Margen nimmt 2026 zu
  • Iran-Krieg belastet zyklische Werte wie Banken

Die Unicredit-Aktie war in den letzten Jahren einer der Highflyer unter den großen europäischen Werten. Doch seit ihrem Allzeithoch Anfang Februar befindet sich die italienische Großbank fast kontinuierlich auf Talfahrt und hat gut 25 Prozent an Wert eingebüßt. Was drückt momentan auf den Kurs der Unitcrecit-Aktie?

Drei Belastungsfaktoren

Es sind im Wesentlichen drei Faktoren, die die Unicredit-Aktie seit Wochen belasten. Zum Ersten ist es die Übernahmeschlacht um die Commerzbank. Vor zwei Wochen hat die italienische Bank ein Übernahmeangebot für die CoBa abgegeben.

Commerzbank-Aktionären soll im Tausch für ihre Anteile Aktien der Unicredit erhalten. Anleger fürchten nun eine massive Verwässerung des Gewinns pro Aktie durch die Ausgabe neuer Aktien für den Tausch.

Zudem lehnen die Bundesregierung und das Commerzbank-Management die Übernahme strikt ab. Investoren hassen bekanntermaßen langwierige, teure Übernahmeschlachten mit ungewissem Ausgang.

Zum Zweiten konnte die Unicredit den Rückgang der Zinserträge 2025 noch durch Gebühren ausgleichen, doch für 2026 mehren sich die Warnzeichen. Analysten wiesen zuletzt darauf hin, dass Wettbewerbsdruck auf die Margen zunimmt.

Und zum Dritten belastet der Iran-Krieg zyklische Werte wie Banken besonders stark. Anleger flüchten sich in unsicheren Zeiten in sichere Häfen wie Gold und Staatsanleihen.

Auch technisch angeschlagen

Auch technisch ist die Unicredit-Aktie inzwischen angeschlagen. Durch den Kursrückgang der letzten Wochen ist sie auf ein neues 6-Monatstief gefallen. Derzeit spricht wenig für ein Ende der Talfahrt.

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