Under Armour: Dieser Investor sorgt jetzt für Fantasie!

Der Einstieg des konträren Investors Prem Watsa lenkt den Blick auf Under Armour, obwohl fundamentale Herausforderungen und teure Restrukturierung den Sportartikelhersteller belasten.

Auf einen Blick:
  • Prem Watsa kauft über 13 Millionen Aktien
  • Ratingagenturen senken Bewertung auf B1
  • Restrukturierungskosten steigen auf 255 Mio. Dollar
  • Aktie zeigt Erholung nach starkem Abverkauf

Under Armour befindet sich nach dem starken Abverkauf in einer Erholung und ist aktuell auf dem Weg, dass noch offene Gap auf der Oberseite zu schließen. Sollte sich die Bewegung fortsetzen, könnte dieses Gap relativ schnell geschlossen werden.

Lage bleibt durchwachsen

Fundamental steht das Unternehmen weiterhin unter Druck. Die jüngsten Herabstufungen durch Ratingagenturen haben das Turnaround-Risiko klar in den Vordergrund gerückt. Moody’s senkte das Corporate-Family-Rating auf B1 und machte deutlich, dass schwache Bestellungen, ein schwieriges Konsumumfeld und höhere Kosten die Erholung verzögern. Zwar wurde die kurzfristige Liquiditätslage nach der Refinanzierung einer größeren Anleihe etwas positiver bewertet, der Fokus richtet sich jedoch klar auf die Verschuldung. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen die Agenturen mit einem Anstieg der Schuldenkennzahlen, bevor frühestens ab 2027 eine Entspannung möglich wäre vorausgesetzt, der Umbau greift wie geplant.

Dieser Umbau fällt inzwischen größer und teurer aus als ursprünglich kommuniziert. Under Armour hat seinen Restrukturierungsplan ausgeweitet und rechnet nun mit Vorsteuerkosten von bis zu 255 Millionen US-Dollar bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026. Jobabbau, Standortschließungen, Sortimentsbereinigung und eine bewusst geringere Promotionsintensität sollen die Marke wieder schärfen, belasten kurzfristig jedoch Umsatz und Marge. Besonders sichtbar wurde dieser Kurswechsel mit dem Ende der langjährigen Partnerschaft mit Stephen Curry. Der Abschied von einem der bekanntesten Gesichter der Marke ist nicht nur emotional, sondern auch finanziell relevant und steht sinnbildlich für den Versuch, sich von teuren Altlasten zu lösen.

Vor diesem Hintergrund sorgt ein einzelnes Signal für Aufmerksamkeit. Der Einstieg von V. Prem Watsa. Der als langfristig orientierter, konträrer Investor bekannte Fairfax-Chef hat mehr als 13 Millionen Under-Armour-Aktien gekauft. Solche Engagements werden am Markt häufig als Vertrauensbeweis in einen langfristigen Turnaround interpretiert, nicht als Wette auf schnelle Kursgewinne.

An der aktuellen Schwelle würde ich abwarten, wie sich der Kurs verhält. Läuft dieser in den Bereich um 4,90 US-Dollar, könnte sich dort eine Kaufchance ergeben, mit dem Ziel des Gap-Closes und dem Erreichen der Widerstandszone.

Auf der Short-Seite würde ich aktuell nicht aktiv werden. Interessant wäre das für mich erst, wenn der Markt an der oberen Widerstandszone oder nach dem Gap-Close eine Abweisung zeigt. In diesem Fall läge das Ziel auf der Unterseite des aktuellen Gaps.

Under Armour-Aktie im Chart-Check

Nach dem starken Abverkauf konnte sich die Aktie im November des vergangenen Jahres stabilisieren und begann, wieder Stärke zu zeigen. Seit Beginn des laufenden Jahres legte der Kurs in der Spitze um bis zu 17 Prozent zu, aktuell sind es noch rund 10 Prozent. Auf der Oberseite ist weiterhin ein Gap zwischen 5,90 US-Dollar und 6,25 US-Dollar offen. Solche Gaps werden häufig geschlossen. Da die Aktie bereits etwa die Hälfte dieses Bereichs abgearbeitet hat, könnte auch der verbleibende Teil noch folgen. In diesem Fall wäre ein weiterer Schub bis zur Widerstandszone bei rund 7 US-Dollar denkbar. Sollte der Markt diese Zone überwinden, wäre damit auch der Abwärtstrend gebrochen. Hier die Under-Armour-Aktie im Tageschart.

Under Armour

 Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/iR1Z5phv/

An der aktuellen Schwelle würde ich abwarten, wie sich der Kurs verhält. Läuft dieser in den Bereich um 4,90 US-Dollar, könnte sich dort eine Kaufchance ergeben, mit dem Ziel des Gap-Closes und dem Erreichen der Widerstandszone.

Auf der Short-Seite würde ich aktuell nicht aktiv werden. Interessant wäre das für mich erst, wenn der Markt an der oberen Widerstandszone oder nach dem Gap-Close eine Abweisung zeigt. In diesem Fall läge das Ziel auf der Unterseite des aktuellen Gaps.

Ihr Konrad

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