UPS steckt mitten in einem radikalen Umbau. Der Paketriese beeindruckt mit Zahlen über Erwartungen, aber Anleger sehen zugleich harte Einschnitte und Sparprogramme. Die Aktie rutschte zuletzt um über zwei Prozent ab, während Analysten die Lage genau unter die Lupe nehmen.
UPS mit guten Q4-Zahlen
Im vierten Quartal 2025 meldet UPS einen Umsatz von 24,5 Mrd. Dollar. Der Gewinn je Aktie liegt bei 2,38 Dollar und übertrifft die Prognose von 2,20 Dollar.
Für 2026 peilt der Konzern einen Umsatz von rund 89,7 Milliarden Dollar an, ebenfalls über den Erwartungen. Die operative Marge soll bei 9,6 Prozent liegen.
United Parcel Service Aktie Chart
UPS mit Mega-Sparprogramm!
Hinter den Kulissen spart UPS massiv. Im vergangenen Jahr senkte das Unternehmen die Kosten um 3,5 Mrd. Dollar, schloss 93 Standorte, strich 48.000 Jobs und zog die MD11-Flotte zurück. Grund sind Volumenverluste bei Amazon, Störungen bei der USPS und Zollprobleme. Für 2026 plant UPS weitere 3 Milliarden Dollar Einsparungen, 30.000 Jobstreichungen und 24 Standortschließungen.
Auch die Investitionen ändern sich. Die geplanten 15 B767-Flugzeuge werden geleast statt gekauft, wodurch 1,5 Milliarden Dollar liquide Mittel eingespart werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen sinkt auf drei Milliarden Dollar, den niedrigsten Wert seit Jahrzehnten. Analysten erwarten, dass diese Maßnahmen kurzfristig das EBIT im ersten Quartal 2026 um rund 47 Prozent drücken werden, die größte Einbuße seit 2020.
UPS: Analysten optimistisch!
Trotz der harten Einschnitte bleibt die mittelfristige Prognose optimistisch. Analysten heben die EPS-Schätzungen für 2027 auf 8,10 Dollar und erwarten für 2028 sogar 8,90 Dollar. Die Aktie schwankt derzeit, zeigt aber die Reaktion der Börse auf den tiefgreifenden Umbau.
Für Anleger heißt das
UPS investiert in Effizienz, spart aggressiv und setzt auf Leasingstrategien. Kurzfristig drücken Kosten und Anpassungen die Zahlen, langfristig könnte der Konzern stärker daraus hervorgehen.
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