Ubtech Robotics-Aktie: Gelingt die Übernahme?

Ubtech Robotics plant die Übernahme des Zulieferers Zhejiang Fenglong, um die eigene Lieferkette für humanoide Roboter zu sichern. Die Abstimmungen finden am 10. und 19. März statt.

Auf einen Blick:
  • Übernahme von Zhejiang Fenglong für 1,7 Mrd. Yuan geplant
  • Zwei außerordentliche Hauptversammlungen innerhalb von neun Tagen
  • Ziel: Jahresproduktion von 5.000 Robotern bis 2026
  • Aktienkurs zeigt trotz Expansion deutliche Verluste

Innerhalb von nur neun Tagen stehen bei Ubtech Robotics zwei außerordentliche Hauptversammlungen an. Im Zentrum: eine Übernahme im Wert von 237 Millionen US-Dollar, die die Lieferkette für humanoide Roboter grundlegend verändern soll. Die Aktie steht unter Druck – doch die strategische Bedeutung der Transaktionen könnte den Kurs langfristig bestimmen.

Hauptversammlung am 10. März: Die Fenglong-Übernahme

Am 10. März 2026 entscheiden die Aktionäre über den Erwerb von mindestens 43 Prozent an Zhejiang Fenglong Electric. Das Unternehmen zahlt dafür knapp 1,7 Milliarden Yuan in bar – aufgeteilt in zwei Tranchen. Zunächst erwirbt Ubtech für 1,16 Milliarden Yuan einen Anteil von 29,99 Prozent, anschließend folgt ein freiwilliges Teilangebot für weitere 13,02 Prozent zu etwa 504 Millionen Yuan.

Die ursprünglich für den 26. März geplante Versammlung wurde auf den 10. März vorgezogen. Die Verschiebung nach vorne deutet auf zeitlichen Druck hin. Die Buchschließung läuft vom 5. bis 10. März – sie legt fest, wer stimmberechtigt ist.

Mit der Kontrolle über Fenglong würde Ubtech sechs von sieben Aufsichtsratssitzen besetzen und die erste an der A-Börse notierte Tochter erhalten.

Warum Fenglong?

Zhejiang Fenglong produziert Motoren und hydraulische Steuerungssysteme – Komponenten, die Ubtech direkt in seine humanoiden Roboter integrieren will. Statt neue Fabriken zu bauen, sichert sich das Unternehmen bestehende Fertigungskapazitäten und präzise Zuliefertechnologie.

Die Bewertung reflektiert dabei weniger die aktuelle Ertragskraft von Fenglong – im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete der Zulieferer lediglich einen Nettogewinn von 4,59 Millionen Yuan – als vielmehr den strategischen Wert für Ubtech.

Zweite Hauptversammlung am 19. März

Nur neun Tage nach der ersten Abstimmung folgt am 19. März die nächste außerordentliche Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung steht ein Rahmenvertrag zwischen der Tochtergesellschaft Wuxi Uqi Intelligent Technology und Miracle Automation Engineering. Die Vereinbarung soll Ingenieurdienstleistungen und Produkttransaktionen formalisieren.

Zusätzlich stimmen die Aktionäre über erweiterte Kreditlinien und Satzungsänderungen ab. Diese Maßnahmen sollen dem Management mehr Spielraum bei Finanzierung und künftigen Unternehmensentscheidungen geben.

Stichtag für die Stimmberechtigung bei H-Aktien ist der 13. März 2026.

Produktionsziele und Auftragsbuch

Die Übernahme-Offensive basiert auf konkreter Nachfrage. Ubtech verfügt bereits über Aufträge im Wert von 1,4 Milliarden Yuan für humanoide Roboter. Die monatliche Produktion des Modells Walker S2 übersteigt derzeit 300 Einheiten.

Für 2026 peilt das Unternehmen eine Jahresproduktion von 5.000 industriellen humanoiden Robotern an, 2027 sollen es 10.000 werden. Die Walker-Serie wird unter anderem von BYD, Audi FAW und Foxconn eingesetzt. Allein seit Jahresbeginn 2025 verzeichnete Ubtech Bestellungen über 800 Millionen Yuan.

Im November 2025 sammelte das Unternehmen über 3,1 Milliarden Hongkong-Dollar ein – explizit für Investitionen und Übernahmen. Die Fenglong-Transaktion lässt sich damit finanzieren, ohne zusätzliche Schulden aufzunehmen.

Kursdruck trotz Expansion

Die strategischen Fortschritte spiegeln sich nicht im Aktienkurs wider. In der Woche zum 3. März fiel die Aktie um 17,56 Prozent auf 108,40 Hongkong-Dollar. Marktteilnehmer führen die Volatilität auf Verzögerungen und mehrfache Terminverschiebungen im Übernahmeprozess zurück.

Am 5. März notierte der Titel bei 109,70 Hongkong-Dollar – ein Wochenminus von 9,34 Prozent.

Die nächsten Wochen

Die beiden Hauptversammlungen am 10. und 19. März bestimmen die Struktur der Lieferkette, die operativen Rahmenverträge und die finanzielle Handlungsfähigkeit für die kommenden Jahre. Am 31. März folgen die Quartalszahlen, die Aufschluss über die finanzielle Gesamtlage geben werden.

Im Februar hatte Ubtech zudem sein selbst entwickeltes Vision-Language-Modell „Thinker“ als Open Source veröffentlicht – ein Zeichen dafür, dass die Entwicklungsaktivitäten weit über Fusionen und Übernahmen hinausgehen. Mit zwei Abstimmungen, anstehenden Zahlen und einer aggressiven Produktionssteigerung durchläuft Ubtech Robotics eine der entscheidendsten Phasen seit dem Börsengang.

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