Ubtech Robotics Aktie: 100 Millionen Yuan für Chip-JV in Wuxi

Ubtech Robotics gründet mit Partnern ein Joint Venture für KI-Chips. Die Aktie fällt trotz starkem Umsatzwachstum bei humanoiden Robotern.

Auf einen Blick:
  • Joint Venture für Edge-KI-Chips
  • Aktie verliert über fünf Prozent
  • Umsatzsprung bei humanoiden Robotern
  • Nettoverlust deutlich reduziert

Ubtech Robotics setzt auf vertikale Integration. Der chinesische Robotik-Pionier gründet ein Joint Venture zur Entwicklung spezialisierter KI-Chips für humanoide Roboter. Die Börse reagiert skeptisch.

Eigene Chips für humanoide Systeme

Das neue Unternehmen Xixuan Chuangzhi Technology entsteht in Wuxi mit einem Stammkapital von 100 Millionen Yuan. Ubtech kooperiert dabei mit dem Grafikprozessor-Entwickler MetaX und dem Komponentenhersteller Zhejiang Fenglong Electric.

Der Fokus liegt auf sogenannten Edge-Chips für verkörperte Intelligenz. Diese Prozessoren sollen komplexe KI-Aufgaben direkt im Roboter verarbeiten. Das Ziel: niedrigere Latenz, schnellere Entscheidungen vor Ort, geringere Abhängigkeit von Cloud-Rechenleistung.

Das Geschäftsfeld umfasst IC-Design, Robotik-Forschung und Software-Entwicklung für KI-Algorithmen. Mit eigenen Chips könnte Ubtech mittelfristig Kosten senken und die Kontrolle über die gesamte Technologie-Kette ausbauen.

Aktie unter Druck

An der Börse kommt die Nachricht in einer schwachen Phase an. Am Freitag fiel die Aktie um 5,59 Prozent auf 11,41 Euro. Binnen sieben Tagen summiert sich das Minus auf 16,36 Prozent. Der Kurs rutschte damit unter den 50-Tage-Durchschnitt von 11,73 Euro. Seit Jahresanfang steht ein Verlust von 21,32 Prozent zu Buche.

Humanoide Roboter treiben Wachstum

Die Chip-Initiative passt zu einer massiven Expansion im Kerngeschäft. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Ubtech einen Umsatz von 2,01 Milliarden Yuan — ein Plus von 53,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Haupttreiber war die Sparte für humanoide Roboter in Originalgröße. Die Erlöse aus diesem Segment sprangen von 35,6 Millionen Yuan auf 821 Millionen Yuan. Mit 1.079 verkauften Einheiten — überwiegend aus der Walker-S-Serie für industrielle Anwendungen — steuert die Sparte inzwischen 41 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Die Skalierung zahlt sich aus. Die Bruttomarge verbesserte sich um neun Prozentpunkte auf 37,7 Prozent. Der Nettoverlust verengte sich um 31,9 Prozent auf 790 Millionen Yuan.

Die Chip-Partnerschaft könnte die Marge langfristig weiter stützen. Ob die Strategie die Anleger überzeugt, hängt davon ab, wie schnell Ubtech die Verlustzone verlässt.

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