In den Golfstaaten tobt ein intensiver Wettbewerb um die Verwaltung von Milliardenvermögen. Die UBS verliert dort aktuell wichtige Führungskräfte an die Konkurrenz. Das trifft die Bank in einer Phase, in der sie die Integration der Credit Suisse vorantreiben will.
Mehrere Senior-Banker kehrten der UBS Group den Rücken. Erst vor rund zwei Jahren wechselten sie im Zuge einer Expansionswelle zur Schweizer Großbank. Betroffen sind die Standorte in Abu Dhabi und Bahrain. Rana Al Emam sollte das Geschäft in Abu Dhabi forcieren. Ali Khunji verantwortete die Einheiten in Bahrain und Saudi-Arabien.
Abwanderung zur Konkurrenz
Der Wechsel zum Wettbewerb erfolgt prompt. Medienberichten zufolge schließt sich Al Emam der spanischen Banco Santander an. Khunji zieht es zur Privatbank J. Safra Sarasin. Dieser Abgang wiegt schwer. Beide Experten stammen ursprünglich von der HSBC. Ihr Netzwerk in der Golf-Region gilt als exzellent.
Der Nahe Osten hat sich zum globalen Knotenpunkt für Wealth Management entwickelt. Steuerliche Vorteile locken viele Milliardäre in die Region. Die UBS muss hier präsent sein. Das Management will nach der Credit-Suisse-Übernahme massiv wachsen. Parallel dazu rüsten auch HSBC und die Deutsche Bank personell auf.
Strategische Hürden am Golf
Die Bank unterhält Niederlassungen in Riad, Katar und Dubai. Hier konkurrieren internationale Institute mit lokalen Playern um Marktanteile. Der Verlust erfahrener Berater erschwert den Zugang zu lokalen Netzwerken. Die Integration der Credit-Suisse-Kunden in diesen Märkten erfordert jedoch genau diese Stabilität.
Die Aktie zeigt sich trotz der Unruhe robust. Mit 39,92 Euro notiert das Papier knapp unter dem Vortageskurs. Innerhalb der letzten zwölf Monate kletterte der Kurs um gut 33 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch bei 41,10 Euro bleibt damit in Schlagdistanz.
Regulierungsdruck aus der Heimat
In der Schweiz wartet eine weitere Hürde. Die Politik debattiert über neue Kapitalregeln. Das Paket könnte die Anforderungen für die UBS massiv erhöhen. Es geht um rund 20 Milliarden US-Dollar. Die zuständige Kommission vertagte die Abstimmung jedoch vorerst.
Klarheit herrscht voraussichtlich erst im September 2026. Dann soll die endgültige Entscheidung über die Reform fallen. Für Aktionäre bedeutet das eine lange Hängepartie. Die künftige Kapitalstruktur und die Dividendenplanung bleiben vorerst unter Vorbehalt.
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