Kurz vor den Quartalszahlen Ende Juli richten sich die Blicke auf die UBS. Gleich mehrere Analystenhäuser haben ihre Schätzungen in den vergangenen Tagen nach oben geschraubt. Die UBS-Aktie notiert am Dienstag bei 45,26 Euro – ein leichtes Minus von 0,72 Prozent. Auf Jahressicht liegt das Papier mit rund 55 Prozent im Plus.
Anpassungen im Vorfeld der Bilanz
Die Experten von Vontobel haben ihre Gewinnschätzungen für die Jahre 2026 bis 2028 angehoben. Auch andere Institute aktualisierten ihre Erwartungen für die Großbank. Der Grund: Die operative Entwicklung scheint besser zu laufen als gedacht. Offiziell legt die UBS ihre Quartalszahlen am 29. Juli vor.
Strategischer Umbau in Osteuropa
Parallel dazu arbeitet das Management an der Kostenbasis. Die Bank verlagert Teile ihres Asset Managements nach Polen – nach Krakau und Breslau. In Indien baut sie einen neuen Standort in Hyderabad auf, wo künftig bis zu 3.000 Mitarbeiter beschäftigt werden sollen.
Das Ziel: Effizienz steigern, Kosten senken. In der Schweiz hält der Konzern dagegen an der aktuellen Struktur fest. Eine Aufspaltung, wie sie vereinzelt politisch gefordert wird, lehnt die Führungsspitze ab – die Wertrisiken seien zu hoch.
Kurs auf Höhenflug
Die UBS-Aktie notiert knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 45,84 Euro. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von 41,23 Euro beträgt knapp zehn Prozent. Der übergeordnete Trend zeigt nach oben. Kurzfristige Gewinnmitnahmen könnten den Kurs jedoch belasten.
Für Anleger zählt jetzt vor allem ein Datum: der 29. Juli. Dann zeigt sich, ob die Analysten mit ihren optimistischen Prognosen richtig lagen.
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