UBS Aktie: Quartalsbericht am 28. Oktober erwartet

Symbolbild, KI-generiert

Deutsche Bank Research erwartet höhere UBS-Erträge; zugleich stehen Portfolioverkäufe und strengere Schweizer Kapitalregeln im Fokus.

Auf einen Blick:
  • UBS-Aktie steigt am Freitag um 2,4 Prozent
  • Deutsche Bank Research erhöht Kursziel auf 47 Franken
  • UBS plant Übertragung von Fondsadministrationsgeschäften
  • Ständerat beschließt strengere Kapitalvorgaben für UBS

Die Aktie der Schweizer Großbank UBS ging mit einem spürbaren Plus aus der vergangenen Handelswoche. Am Freitag verteuerte sich das Papier um 2,4 Prozent auf 42,96 Euro. Medienberichten zufolge ließ sich für diese Kursbewegung am jüngsten Handelstag kein einzelner Unternehmensanlass ausmachen. Vor den anstehenden Geschäftszahlen richtet sich das Augenmerk der Marktteilnehmer nun verstärkt auf die operative Verfassung des Instituts.

Optimismus vor den Quartalsergebnissen

Am 28. Oktober 2026 wird die UBS ihren Zwischenbericht für das dritte Quartal vorlegen. Im Vorfeld dieser Veröffentlichung signalisieren Analysten Zuversicht bezüglich der Ertragskraft des fusionierten Instituts. Benjamin Goy von Deutsche Bank Research passte am vergangenen Mittwoch seine Bewertung an. Er hob das Kursziel für die Aktie von 45 auf 47 Franken an und bestätigte seine Kaufempfehlung.

Der Experte rechnet für das dritte Quartal im Jahresvergleich mit einem Anstieg des Vorsteuergewinns um 23 Prozent. Die anstehenden Zahlen dürften zeigen, wie weit die Integration der übernommenen Einheiten vorangeschritten ist und in welchem Maße sich Synergieeffekte bereits im operativen Ergebnis niederschlagen. Seit dem Jahreswechsel summiert sich das Kursplus der Aktie auf 8,0 Prozent.

Konzernumbau und politische Vorgaben

Parallel zur Vorbereitung auf den Quartalsbericht treibt das Management die Bereinigung des Konzernportfolios voran. Vor gut einer Woche vereinbarte die UBS, die Fondsadministrationsgeschäfte der ehemaligen Credit Suisse in der Schweiz sowie in Luxemburg an das Institut Northern Trust zu übertragen.

Durch diese Transaktion wird die bestehende Kooperation beider Partner ausgeweitet. Der endgültige Vollzug dieses Schrittes ist für das zweite Quartal 2027 avisiert.

Gleichzeitig bleibt das regulatorische Umfeld im Heimatmarkt ein bestimmender Faktor. Vor rund zwei Wochen beschloss der Schweizer Ständerat strengere Vorgaben für die Kapitalausstattung des Bankenriesen. Demnach soll die UBS ihre ausländischen Tochtergesellschaften künftig zu 90 Prozent mit hartem Kernkapital absichern. Über diese Gesetzesvorlage muss der Nationalrat allerdings noch abschließend beraten.

Konzernchef Sergio Ermotti bezog ungeachtet dieser regulatorischen Debatten Stellung zur Heimatbasis. Laut Reuters erklärte der Bankchef, die Schweiz sei nach wie vor ein vorteilhafter Standort sowohl für die Großbank selbst als auch für ihre Anteilseigner.

Ergänzend kündigte die Konzerntochter UBS Fund Management (Switzerland) AG am vergangenen Mittwoch für Anfang Dezember 2026 eine Kapitalerhöhung für den Immobilienfonds «Anfos» an, bei der über Bezugsrechte rund 250 Millionen Franken aufgenommen werden sollen.

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