Schweizer Vorsorgeeinrichtungen sind schlecht in den Sommer gestartet. Die von UBS analysierten Pensionskassen verzeichneten im Juli im Durchschnitt eine Anlageperformance von minus 0,22 Prozent nach Abzug von Gebühren. Die Streuung zwischen den einzelnen Kassen fiel dabei beachtlich aus.
Große Unterschiede zwischen den Kassen
Über 100 Vorsorgeeinrichtungen flossen in die UBS-Auswertung ein. Die Bandbreite der Renditen reichte von minus 2,13 Prozent bis plus 1,02 Prozent — ein Spread, der zeigt, wie unterschiedlich die Anlagestrategien der Schweizer Pensionskassen derzeit ausfallen. Während einige Kassen offenbar defensiver positioniert waren und leicht im Plus blieben, traf es andere mit stärkerer Aktienquote oder Fremdwährungsrisiken deutlich härter.
Für UBS selbst ist die monatliche Analyse vor allem ein Geschäft mit Symbolwert: Die Bank positioniert sich damit als zentraler Datenlieferant für die Schweizer Vorsorgebranche, ein Geschäftsfeld mit stabilen, wiederkehrenden Erträgen im Asset- und Wealth-Management.
Expansion im US-Wealth-Management geht weiter
Parallel zur Schweizer Pensionskassen-Auswertung baut UBS sein US-Geschäft weiter aus. In Kenwood, Ohio, wechselten zwei Finanzberater von Morgan Stanley zu UBS und verstärken dort das Team für die Region Ohio-Indiana-Kentucky. Ein Beratungsteam aus Phoenix wurde zudem zum zweiten Mal in Folge in ein bekanntes Ranking der besten US-Vermögensverwalter aufgenommen — das Team verwaltet dort ein Vermögen von über drei Milliarden Dollar.
Solche Personalgewinne sind für UBS Teil einer längerfristigen Strategie: Das Wealth Management in den USA gilt als Wachstumsfeld, in dem die Bank gezielt erfahrene Berater samt ihrer Kundenbeziehungen von Konkurrenten abwirbt. Nach eigenen Angaben verwaltet UBS konzernweit rund 7,3 Billionen Dollar an Kundenvermögen — die Rekrutierung einzelner Teams bewegt diese Größenordnung kaum, unterstreicht aber den Anspruch, im wichtigsten Wealth-Management-Markt der Welt weiter Marktanteile zu gewinnen.
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