Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters stellt die Schweizer Großbank UBS ihre Vermögensverwaltung in den Vereinigten Staaten neu auf. Das Institut plant demnach eine Umstrukturierung seiner dortigen Feldorganisation, die künftig in vier Divisionen gegliedert werden soll. Der Schritt zielt darauf ab, die regionale Betreuung im wichtigen US-Markt anzupassen.
Neuordnung in den USA und Fondsauslagerung
Die Neuordnung des US-Vermögensverwaltungsgeschäfts reiht sich in mehrere operative Anpassungen ein. Bereits am 6. Oktober traf UBS eine Vereinbarung mit dem Finanzdienstleister Northern Trust. Die Fondsadministration für UBS-Fonds in der Schweiz und in Luxemburg wird dabei ausgeweitet.
Zudem überträgt das Institut die früheren Fondsadministrationsgeschäfte der Credit Suisse in beiden Ländern an Northern Trust. Dieser Schritt steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen. Als Zieltermin für den Abschluss der Übertragung wird das zweite Quartal 2027 genannt.
Regulatorisches Umfeld im Heimatmarkt
Parallel zu den operativen Schritten steht die Bank vor regulatorischen Weichenstellungen. UBS prüft Notfallpläne für den Fall, dass künftige Schweizer Eigenkapitalanforderungen und Bankenregeln aus Sicht des Instituts übermäßig streng ausfallen sollten.
Medienberichten zufolge zählten zu den intern geprüften Optionen neben einer Verlegung des Hauptsitzes auch Fusionen oder der Erwerb kleinerer Institute in den USA. Wie Reuters unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtete, laufen dazu jedoch keine aktiven Gespräche. Ebenso liegen hierzu keine Beschlüsse der Unternehmensführung vor.
Geschäftszahlen zum dritten Quartal im Fokus
Die Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit unterdessen auf die anstehenden Zwischenergebnisse. UBS wird am 28. Oktober die Resultate für das dritte Quartal 2026 veröffentlichen. Der Bericht dürfte neue Aufschlüsse über die Ertragskraft der Vermögensverwaltung sowie die Eingliederung der Credit Suisse liefern.
An den Finanzmärkten zeigte sich der Titel stabil. Gestern legte die UBS-Aktie um 0,9 Prozent zu und schloss bei 42,64 Euro. Seit dem Jahresbeginn verzeichnet das Papier damit einen Zuwachs von 7,2 Prozent.
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