UBS will die Intransparenz bei außerbörslichen Anlagen beenden. Dafür schließt die Großbank eine strategische Allianz mit dem Datenriesen MSCI. Ein neues System soll Licht in den oft unübersichtlichen Markt der Private Markets bringen.
Der Konzern nutzt künftig eine KI-Plattform von MSCI. Bisher leiden institutionelle Anleger oft unter einer lückenhaften Datenlage bei diesen Investments. Die neue Software soll die Fondssuche vereinfachen und genauere Vergleiche ermöglichen.
Fokus auf globale Standards
UBS übernimmt dabei die Rolle des „Early Adopters“. Die Bank will das System aktiv mitgestalten. Das Ziel: ein einheitlicher Standard für die gesamte Branche. Davon sollen vor allem die Bereiche Wealth und Asset Management profitieren.
Parallel dazu bündelt die Bank ihre Kräfte in Asien. Im vierten Quartal 2026 bezieht UBS ein neues Hauptquartier in Hongkong. Der „UBS Tower“ bietet Platz für Teams, die bisher über mehrere Standorte in der Stadt verteilt waren. Das Gebäude liegt direkt über dem High-Speed-Rail-Bahnhof in West Kowloon.
Innovation im Zahlungsverkehr
Fortschritte gibt es auch bei der digitalen Infrastruktur. UBS testet aktuell mit 16 anderen Instituten ein Pilotprojekt von SWIFT. Dabei geht es um ein Blockchain-System für den globalen Zahlungsverkehr. Tokenisierte Einlagen sollen Überweisungen rund um die Uhr ermöglichen.
Anleger reagieren positiv auf die technologische Offensive. Die Aktie notierte am Freitag bei 45,64 Euro. Damit bewegt sich das Papier weiterhin nah am aktuellen Jahreshoch. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Kursplus von 48 Prozent. Die Marktkapitalisierung erreicht damit ein Volumen von rund 149 Milliarden Euro.
Die technische Modernisierung der Plattformen läuft nach Plan. Der Umzug in den neuen Hongkonger Turm soll Ende 2026 die operative Effizienz im asiatischen Raum weiter steigern.
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