UBS Aktie: JPMorgan hebt Kursziel an

Symbolbild, KI-generiert

JPMorgan erhöht das UBS-Kursziel auf 50 Franken. Parallel plant die Bank eine Anleihetilgung und die Fusion zweier Immobilienfonds.

Auf einen Blick:
  • JPMorgan setzt UBS auf Fokuslisten
  • Kursziel steigt auf 50 Franken
  • Tilgung über 750 Millionen Pfund angekündigt
  • Immobilienfonds-Fusion bis Jahresende geplant

Die US-Investmentbank JPMorgan blickt zunehmend optimistisch auf die Entwicklung der UBS. In einer aktuellen Analyse am heutigen Dienstag haben die Experten ihr Kursziel für die Schweizer Großbank von 46 auf 50 Franken angehoben und die Einstufung auf „Overweight“ belassen. Damit rückt das Papier zudem auf die „Analyst Focus List“ sowie in das „Top Picks Portfolio“ des Instituts.

Analyst Kian Abouhossein begründete diesen Schritt mit den positiven Entwicklungen an den Finanzmärkten und den Fortschritten bei der Integration der ehemaligen Konkurrentin Credit Suisse. In der Folge wurden die Schätzungen für das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) bis zum Jahr 2028 nach oben korrigiert.

An der Börse wird diese Einschätzung positiv aufgenommen. Der aktuelle Kurs der UBS-Aktie kletterte heute um 1,4 Prozent auf 47,74 Euro. Damit setzt das Papier seinen Aufwärtstrend fort und notiert nun rund 3,4 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 46,17 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus für die Anleger bereits auf 20 Prozent.

Fortschritte bei der Bilanzbereinigung und Integration

Parallel zur positiven Analystenstimme treibt die UBS die Bereinigung ihrer Bilanz weiter voran. Die Großbank kündigte heute die vorzeitige Rückzahlung von festverzinslichen Senior Callable Notes im Umfang von 750 Millionen Britischen Pfund an.

Diese Anleihen wurden ursprünglich im September 2022 von der Credit Suisse begeben. Die Rückzahlung soll am 30. September erfolgen, wobei der letzte Handelstag für diese Papiere an der Schweizer Börse SIX auf den 28. September festgesetzt wurde.

Dieser Schritt reiht sich in die Bemühungen ein, die Kapitalstruktur nach der Übernahme der Credit Suisse zu optimieren. Bereits am vergangenen Donnerstag hatte die Bank die Fortsetzung ihrer Anleihenrückkaufprogramme gemeldet, was den Kurs stützte. Die nun angekündigte Tilgung unterstreicht die Strategie, teure oder nicht mehr benötigte Verbindlichkeiten der ehemaligen Wettbewerberin schrittweise abzubauen.

Zusammenlegung von Immobilienfonds stärkt das Portfolio

Auch im Bereich der Vermögensverwaltung stehen strukturelle Veränderungen an. Die UBS plant, bis Ende des laufenden Jahres ihre beiden Immobilienfonds „Swissreal“ und „Interswiss“ zusammenzuführen. Der neue Fonds soll unter dem Namen „UBS (CH) Property Fund – Swiss Commercial ‚Swissreal’“ firmieren.

Nach der Fusion wird das Portfolio rund 140 Liegenschaften umfassen, wobei das Gesamtfondsvermögen auf etwa 4,8 Milliarden Schweizer Franken beziffert wird. Die genauen Konditionen für diesen Zusammenschluss sollen voraussichtlich Mitte März 2027 bekannt gegeben werden.

Zudem engagiert sich die Bank verstärkt in digitalen Finanzprojekten. Im Rahmen der Initiative für einen digitalen Franken (CHFD) startet heute eine neue Testphase in einer kontrollierten Umgebung. Gemeinsam mit Partnern wie der Börsenbetreiberin SIX und dem Zahlungsdienstleister Twint wird die Verwendung des an den Franken gekoppelten Stablecoins erprobt. Die Testphase ist bis Ende 2026 angesetzt.

Politische Debatte und makroökonomisches Umfeld

Trotz der operativen Fortschritte sieht sich die UBS-Führung weiterhin mit politischen Forderungen in der Schweiz konfrontiert. So forderte der Unternehmer und Politiker Christoph Blocher heute eine Aufspaltung der Bank in ein US-amerikanisches und ein rein schweizerisches Geschäft.

Ein solches Szenario würde vorsehen, dass die Aktionäre für jedes bestehende Papier zwei separate Aktien erhalten. Diese Diskussion ergänzt die laufende Debatte um die künftigen Kapitalanforderungen, nachdem ein Ausschuss vor gut einer Woche über eine mögliche Erhöhung der Kapitalpuffer beraten hatte.

Mit Blick auf den Gesamtmarkt haben die Strategen der UBS unterdessen ihre Prognosen für die US-Geldpolitik angepasst. Angesichts starker Arbeitsmarktdaten aus den USA rechnen die Experten um Mark Haefele nun mit Zinserhöhungen der Federal Reserve um jeweils 0,25 Prozentpunkte im September und Dezember.

Für Anleger sieht die Bank in diesem Umfeld Chancen in den Sektoren künstliche Intelligenz, Energie und Gesundheit sowie bei Gold als Absicherung gegen mögliche Marktschwankungen.

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