UBS Aktie: Jefferies sieht Spielraum

Jefferies bestätigt Kaufempfehlung für UBS nach US-Stresstest. Positive Signale aus den USA stehen im Kontrast zu strengeren Schweizer Regulierungsforderungen.

Auf einen Blick:
  • Jefferies bestätigt Kaufvotum für UBS
  • US-Stresstest zeigt geringeren Kapitalverbrauch
  • Schweiz fordert höhere Kapitalhinterlegung
  • Integration der Credit Suisse schreitet voran

Die Aktie der UBS legt am Donnerstag um knapp zwei Prozent auf 44,27 Euro zu. Grund dafür ist eine Analyse von Jefferies, die auf den Ergebnissen des US-Stresstests aufbaut.

Analysten sehen Spielraum

Das Analysehaus Jefferies bleibt bei der Einstufung „Buy“ und einem Kursziel von 60 Franken. Analyst Joseph Dickerson wertet die Stresstest-Ergebnisse als schrittweise Verbesserung für die Schweizer Großbank.

Besonders hob er den geringeren Kapitalverbrauch der US-Einheiten hervor. Laut der Analyse sorgt das für mehr finanzielle Stabilität und schafft Spielräume für die Kapitalallokation. Jefferies bezeichnet die UBS als eine ihrer überzeugendsten Kaufempfehlungen im Bankensektor.

Heimatfront unter Druck

Die positiven Signale aus den USA stehen im Kontrast zur schweizerischen Regulierung. Finanzministerin Karin Keller-Sutter bekräftigte am Dienstag ihre Forderung: Die UBS müsse ihre US-Tochter vollständig mit Kernkapital hinterlegen.

Hintergrund ist die Stabilität des Schweizer Finanzplatzes. Seit der Übernahme der Credit Suisse ist die UBS die einzige systemrelevante Bank des Landes. Die heimische Politik bleibt auf scharfem Kurs – während die US-Regulierer verbesserte Kapital-Effizienz bescheinigen.

Integration auf der Zielgeraden

Operativ kommt die Zusammenführung mit der Credit Suisse voran. Nachdem rund 1,2 Millionen Kundenkonten bereits im Frühjahr migriert wurden, liegt der Fokus jetzt auf der Stilllegung alter IT-Strukturen.

Die Bank setzt ihren Sparkurs fort. Berichten zufolge fielen in der Region EMEA mehrere hundert Stellen weg – vor allem in Supportfunktionen. CEO Sergio Ermotti hat die zweite Jahreshälfte für den verbleibenden Personalabbau ins Auge gefasst. Ziel: die Integration bis Jahresende abschließen.

Mit 44,27 Euro nähert sich die Aktie ihrem 52-Wochen-Hoch von 44,82 Euro. Der RSI von 64,3 signalisiert Raum für weitere Gewinne, ohne Überhitzung anzuzeigen. Die Bank peilt für 2026 eine Rendite auf das harte Kernkapital von rund 15 Prozent an. Neue Details zum Fortschritt der Synergien erwartet der Markt im Juli mit dem nächsten Quartalsbericht.

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